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Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Limburg-Weilburg

Der Landkreis Limburg-Weilburg engagiert sich bereits seit 10 Jahren für den Klimaschutz. Seit 2016 ist das Klimaschutzmanagement mit Fördermitteln aus der nationalen Klimaschutzinitiative in der Verwaltung auch als eigene Stelle verankert. Ziel ist es, die Maßnahmen, die 2014 im Integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises festgelegt wurden, umzusetzen. Der Klimaschutz soll neben der Verwaltung auch in die Bereiche Bildung, Wohnen und Leben, Unternehmen, erneuerbare Energien und Mobilität einfließen.

Mit einem Klick auf das Bild können Sie das Integrierte Klimaschutzkonzept anschauen und als PDF herunterladen.  Mit der Klimafolgenanpassung als neue Maßnahme wurde das Konzept 2018 ergänzt.

Förderkennzeichen: 03KO1475-1

Klimaschutzmanagement im Landkreis Limburg-Weilburg

Klimaschutz im Landkreis hat ein Gesicht:
Verena Nijssen setzt sich für das Klima ein

Die erste Klimaschutzmanagerin des Landkreises Limburg-Weilburg heißt Verena Nijssen. Sie kümmert sich seit 2016 vor allem um die Themen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und um die Sensibilisierung der Bevölkerung. Kurz gesagt, um den Klimaschutz und die Verwirklichung des vom Kreistag verabschiedeten Integrierten Klimaschutzkonzeptes. Langfristiges Ziel des Landkreises Limburg-Weilburg ist es, die Potentiale für den Klimaschutz auszuschöpfen. Konkret soll der Energieverbrauch bis 2030 im Vergleich zu 2011 um 13% gesenkt und die CO2-Emissionen im gleichen Zeitraum um 26% reduziert werden. Das ist allerdings nur zu schaffen, wenn die Energie zu 26% aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Nimmt man den Bereich Mobilität raus, sollte der Anteil der erneuerbaren Energien sogar die 55% - Marke erreichen.

Was macht eine Klimaschutzmanagerin?

Sie fungiert als Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung, Industrie und Handwerk, sowie der Bevölkerung und hat den Auftrag, die getroffenen Vereinbarungen zum Klimaschutz auf regionaler Ebene umzusetzen.
Wichtig hierbei ist, zu begeistern, Mitwirkung anzuregen und zu koordinieren. „Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe und deshalb gehe ich auch gezielt auf die Menschen zu“, berichtet Verena Nijssen.

Wie funktioniert das konkret?

Grundlage für ihre Arbeit ist das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK), welches unter Beteiligung von Fachleuten aus Verwaltung und Wirtschaft, sowie einer breiten Öffentlichkeit erarbeitet wurde. Das IKSK umfasst sechs Handlungsfelder: Verwaltung, Bildung, Wohnen und Leben, Unternehmen, Erneuerbare Energien und Mobilität. Zu jedem Handlungsfeld wurden konkrete Maßnahmen erarbeitet, die zum Teil in den vergangenen Jahren in die Praxis umgesetzt wurden und für die kommenden Jahre in Planung sind.

Welche Maßnahmen sind das?

  • Bildungsprojekte an Schulen
  • Energieberatung ausweiten
  • Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und der Bürgerschaft
  • Förderung des Radverkehrs
  • Und vieles mehr. Insgesamt sind es 26 Maßnahmen.


Wenn Sie Genaueres wissen wollen, können Sie einfach reinschauen: "Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Limburg-Weilburg" (PDF, barrierefrei)

 

Wie soll das gehen?

Das geht nur, wenn alle es gemeinsam anpacken. Daher ist die Vernetzung und Kooperation mit vielen unterschiedlichen Akteuren ein Schlüssel für den erfolgreichen Klimaschutz im Kreis Limburg-Weilburg. Genau dort setzt die Klimaschutzmanagerin an. Aktivitäten und Erfolge begleitet sie mit Öffentlichkeitsarbeit, um Nachahmer zu motivieren, mitzumachen. Darüber hinaus kümmert sie sich um die CO2-Bilanz des Landkreis Limburg-Weilburg, um die Entwicklung sichtbar zu machen.


Was bring Klimaschutz für den Landkreis Limburg-Weilburg?

Klimaschutz ist als Wirtschaftsmotor zu verstehen und steigert die regionale Wertschöpfung. „Jeder Euro, den wir für Energie aus der Region ausgeben, bleibt auch in der Region.“, so die Klimaschutzmanagerin. Die Energiewende schafft Arbeitsplätze und gibt sowohl Unternehmen, wie auch Bürgern die Möglichkeit vor Ort zu investieren und zu profitieren.

Was wurde bis jetzt alles umgesetzt?

In den vergangenen Jahren wurde schon viel für den Klimaschutz in unserem Landkreis getan. Unter anderem im Bereich Bildung setzt die Klimaschutzmanagerin immer wieder verschiedene Projekte um, mit denen Sie bereits im Kindergarten- und Schulalter ein Umdenken erzielt. Auch wurde zu den Maßnahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Bereich der Klimafolgenanpassung als komplett neuer Punkt zugefügt. Er befasst sich mit Problemen wie Starkregen, Stürmen, extremer Hitze und Niederschlagsänderungen.

Wenn Sie einen umfangreichen Einblick in die vergangene und zukünftige Arbeit des Klimaschutzmanagements werfen wollen, können Sie hier nachschauen:
2019 Bericht_Ausblick_2016-2018.pdf

Welcher Weg führt zu ihr?

Zu erreichen ist Klimaschutzmanagerin Verena Nijssen in der Kreisverwaltung unter
☎ (0 64 31) 29 68 28 oder per E-Mail: V.Nijssen@Limburg-Weilburg.de

Rückblick

2018

Im Jahr 2018 wurde die Klimafolgenanpassung als neue Maßnahme in das Integrierte Klimaschutzkonzept aufgenommen. Sie beschäftigt sich mit Problemen wie Stürmen, Starkregen, Hitze und Niederschlagsänderungen (Trockenheit) und entwickelt mögliche Lösungsansätze.


2017

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung veranstaltete 2017 eine Passivhausausstellung mit Führung beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) und in Löhnberg.


2016

Seit 2016 ist das Klimaschutzmanagement mit Fördermitteln aus der nationalen Klimaschutzinitiative in der Verwaltung des Landkreises Limburg-Weilburg auch als eigene Stelle verankert.


2013

Im Jahr 2013 erarbeitetet der Landkreis gemeinsam mit der Klima- und Effizienzagentur aus Kassel das Konzept für den Landkreis Limburg-Weilburg. Am 11. April 2014 hat der Kreistag des Landkreises das Integrierte Klimaschutzkonzept schließlich verabschiedet.  Es schafft die Grundlage für eine klimafreundliche Entwicklung, dient als Handlungsleitfaden und trägt somit zum Erreichen der Klimaschutzziele bei.

2012

Anfang des Jahres 2012 hat sich der Landkreis Limburg-Weilburg um die Fördermittel zur Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK) beworben. Den Zuwendungsbescheid unter dem Förderkennzeichen FKZ 03KS3052 hat der Landkreis am 21. Juni 2012 erhalten.
Die Arbeitsschritte eines IKSK enthalten:

  • eine fortschreibbare Energie- und CO2-Bilanz
  • eine Potenzialanalyse zu umsetzbaren Einsparpotenzialen, Steigerung der Energieeffizienz und    Nutzung Erneuerbarer Energien
  • Akteursbeteiligung durch Workshops
  • Maßnahmenkatalog mit kurz-, mittel- und langfristig umzusetzenden Vorhaben und Aufgaben
  • Controlling zur Überprüfung der Erreichung der Klimaschutzziele
  • Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit


2011

Die Arbeitsgruppe „Erneuerbare Energien“ hat sich zum Ziel gesetzt, für die bereits ermittelten Potentiale eine Umsetzungsstrategie zu erstellen. Diese wurde im Februar 2011 fertiggestellt und veröffentlicht. Sie geht auf die regionalen Möglichkeiten der verschiedenen Energieträger ein und überprüft die Realisierbarkeit der Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020. Dabei wurden die mögliche CO2-Einsparung und auch die regionale Wertschöpfung ermittelt.  


2008

Im Jahr 2008 wurden die Potentiale der verschiedenen Energieträger im Landkreis ermittelt und dann in einer Potentialstudie veröffentlicht. Die Darstellung der Potentiale wurde auf alle Gemeinden des Landkreises heruntergebrochen.


2007

Der Landkreis Limburg-Weilburg hat im Jahr 2007 den Arbeitskreis „Erneuerbare Energien“ gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Klimaschutzkonzept für die Region Limburg-Weilburg zu erstellen. Dieser Arbeitskreis besteht aus Bürgermeistern der Kommunen des Landkreises, dem Bezirksschornsteinfegermeister, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer, einem Fachbüro zur Planungsunterstützung, Mitgliedern des Umweltausschusses des Landkreises, sowie von Mitarbeitern des Amtes für den Ländlichen Raum der Kreisverwaltung. Geleitet wurde die Arbeitsgruppe bis März 2019 vom Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung. Im April 2019 übernahm der neue Kreisbeigeordnete Jörg Sauer schließlich den Staffelstab.