Landrat Michael Köberle hat erstmals den Jugendfriedenspreis verliehen - Beeindruckende und berührende Projekte


Landrat Michael Köberle (Fünfter von rechts) freute sich mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Jugendfriedenspreises über die tollen Beiträge.

Limburg-Weilburg. Landrat Michael Köberle hat in der Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Runkel erstmals den Jugendfriedenspreis des Landkreises Limburg-Weilburg verliehen. Der Preis stand unter dem Motto „Flucht, Vertreibung und Integration“. „Ziel des Jugendfriedenspreises ist es, junge Menschen in unserem Landkreis aufzurufen, kreative Projekte zu gestalten, die die Idee des friedlichen Zusammenlebens und der Menschlichkeit fördern, bestehende Vorbehalte abbauen helfen und zu einem stärkeren Miteinander in unserer Gesellschaft hier in der Region beitragen können. Frieden ist nicht nur in der Weltpolitik ein ständig aktuelles Thema, sondern Frieden beginnt bei jeder und jedem von uns, jeden Tag, dort, wo wir leben und arbeiten“, erläuterte Landrat Köberle während der Preisverleihung.

Der mit 1.000 Euro dotierte erste Preis ging an die Klasse 10a der Johann-Christian-Senckenberg-Schule aus Runkel, die sich unter der Leitung von Fachlehrerin Isabelle Faust mit dem Projekt „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ beschäftigt hatte. Im Mittelpunkt dieses Projekts stand die Kriegsgräberstätte am Kappesborder Berg in Runkel, wo die Schülerinnen und Schüler eine vielbeachtete Gedenkfeier gestaltet und sich dabei intensiv mit neun Einzelschicksalen auseinandergesetzt hatten. Den zweiten Preis und die damit verbundene Prämie in Höhe von 500 Euro erhielt der Malteser Hilfsdienst für das biografische Theaterprojekt „L(i)ebe – wenn du dich traust“ von und mit jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung aus dem Landkreis. Das Projekt war unter der Leitung der Referentin für Integrationsdienste, Cara Basquitt, mit 17 jungen Menschen entstanden. Weitere Preise durften die Lebenshilfe Limburg/Diez und die Kunstwerkstatt „Unendlich“ für die Gestaltung des Kunstmobils „Pop Up Vehikel“ unter der Leitung von Anette Kretzschmar, die gemeinsam mit zehn jungen Geflüchteten und Menschen mit Handicap aktiv war, sowie die Freiherr-vom-Stein-Schule aus Dauborn entgegennehmen. Gemeinsam mit Kursleiterin Ursula Wiemann hatten 23 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 aus dem Kunst- und Musikkurs einen Kurzfilm mit Smartphone-Apps zum Thema „Europaschule gegen Rassismus“ produziert.

„Stellvertretend für die Mitglieder des Beirates Jugendfriedenspreis, der die eingereichten Projekte begutachtet und über die Preise entschieden hat, darf ich sagen: Die verschiedenen Ideen haben uns sehr begeistert und auch ein Stück weit persönlich berührt. Das große Engagement, die Kreativität und vor allem der persönliche Einsatz der Jugendlichen in den verschiedenen Projekten haben uns echt beeindruckt. Das ist alles andere als selbstverständlich und dafür möchte ich Ihnen und Euch an dieser Stelle besonders danken“, betonte Landrat Michael Köberle in Runkel. Musikalisch umrahmt wurde die vom Jugendbildungswerk der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg organisierte Veranstaltung vom Grundschulchor der Johann-Christian-Senckenberg-Schule, der unter der Leitung von Mirjam Meteling das Lied „Der Frieden“ zum Besten gab, sowie Lina Lambert aus der 10a der Senckenberg-Schule, die am Klavier „Der Ländler“ von Franz Schubert präsentierte.