Erster Kreisbeigeordneter Helmut Jung überreicht einen Förderbescheid - Eine ganz neue Art der Übernachtung


Erster Kreisbeigeordneter Helmut Jung, Carola Schulte Rosier (Bauamt), Sabine Abel (LAG), Runkels Bürgermeister Friedhelm Bender, Lars Wittmaack (Regionalmanagement), Dornburgs Bürgermeister Andreas Höfner (LAG), Dorothee Kirschbaum (Bewilligungsstelle), Hünfeldens Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (LAG) und Martina Donnert (Regionalmanagement, von links) freuen sich über die neue Übernachtungsmöglichkeit.

Die Übernachtungsfässer auf dem Campingplatz in Odersbach.

Limburg-Weilburg. Mit der Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten für Kurzaufenthalte am Lahnwanderweg und am Lahntalradweg reagiert die Stadt Runkel auf die zunehmende Nachfrage von Touristen, die längere Etappen mit dem Rad, zu Fuß oder auch mit dem Kanu auf der Lahn zurücklegen wollen und alle ein bis zwei Tage den Standort wechseln. Für den Landkreis Limburg-Weilburg verzeichnete das Hessische Statistische Landesamt im Jahr 2017 fast 220.000 Ankünfte (Gäste) mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von zweieinhalb Tagen. Das zeigt, dass der Tourismus für den Landkreis einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt, indem er ortsgebundene Arbeitsplätze sichert, die infrastrukturelle Ausstattung verbessert und auch positive Auswirkungen auf andere Wirtschaftsbereiche wie Handel, Handwerk oder Landwirtschaft hat. 

Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung überreichte den entsprechenden Förderbescheid an Bürgermeister Friedhelm Bender. Insgesamt werden für dieses Projekt Mittel in Höhe von 60.000 Euro benötigt. Über das EU-Förderprogramm LEADER erhält die Stadt Zuwendungen in Höhe von 30.861 Euro. Der Rest wird aus Eigenmitteln finanziert. 

„Die Attraktivität der Lahn ist in Runkel unmittelbar erlebbar. Mit diesem Projekt werden neue Impulse gesetzt und den steigenden Ansprüchen der Kurzurlauber Rechnung getragen“, so Helmut Jung. 

Friedhelm Bender dankte allen Anwesenden, die bisher an der Planung des Projektes beteiligt waren und lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Verein Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V., dem Amt für den Ländlichen Raum und dem Regionalmanagement. Er pflichtete Helmut Jung bei: „Mit diesem Angebot soll eine Lücke geschlossen werden. Naturnahe Kurzzeitübernachtungsmöglichkeiten sind eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Angeboten.“ In diesem Zusammenhang lobte er auch die Kooperation mit dem Campingplatz Runkel. Geplant ist hier sowohl eine synchronisierte Buchungsplattform für Campingplatz und Übernachtungsfässer als auch die gemeinschaftliche Nutzung der campingplatzeigenen Sanitäranlagen.

Bürgermeister Friedhelm Bender ist vom Erfolg der Übernachtungsfässer überzeugt, denn zum einen biete die reizvolle Lage in unmittelbarer Nähe zur Lahn mit Blick auf Burg Runkel und Schloss Schadeck optimale Bedingungen für ein entspanntes Verweilen, zum anderen ließen vergleichbare Übernachtungszahlen ähnlicher Objekte auf eine ebenso gute Auslastung in Runkel hoffen. Das Projekt leistet einen Beitrag zum Handlungsfeld 1 des Regionalen Entwicklungskonzeptes, das Projekte zur Erhaltung und Stärkung der Kernbereiche in allen Stadt- und Ortsteilen vorsieht, sowie zum Handlungsfeld 3 „Tourismus, Kultur und regionale Identität“, das die Weiterentwicklung einer zeitgemäßen und zielgruppengerechten touristischen Infrastruktur zum Ziel hat. 

Für die Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzeptes stehen in diesem Jahr Projekte aus den Bereichen regionale Direktvermarktung, Konzepte zur Erhaltung von Kulturlandschaften und Biotopflächen sowie Netzwerke und bürgerschaftliches Engagement im Fokus. Das Regionalmanagement, das von der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH gestellt wird, steht potenziellen Projektträgern jederzeit gerne für Gespräche zur Verfügung.  

Nähere Informationen gibt es unter www.regionalentwicklung-limburg-weilburg.de