equal Pay Day 18. März 2019


Der Arbeitskreis Frau und Beruf sowie die Katholischen Frauen Deutschlands informieren am Montag,18. März, 9 Uhr, an einem Informationsstand zum Thema „Wertsache Arbeit – Gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit“ in der Marienschule Limburg.

Der equal pay day wird bundesweit von einem Aktionsbündnis aus Wirtschaftsverbänden und Frauenorganisationen organisiert. Der Abbau von Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern ist gemeinsames Ziel.

Das sind in diesem Jahr 78 Arbeitstage mehr! 

Der equal pay day markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Aktuell sind das 78 Tage. 

Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten Unterschied bei der Bezahlung von Frauen und Männern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdienen Frauen 21 Prozent weniger als Männer, und dies trotz gleicher Leistung. 

„Die Fakten sind unstrittig“, so die Leiterin des Arbeitskreises und Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff.

- 70 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen

- Frauen arbeiten in schlechter bezahlten Jobs

- Frauen arbeiten in Teilzeit

- nach Elternzeit kommt der Karriereknick

„Die hohe Differenz kommt auch zu Stande, weil Frauen oft im Pflege- und Erziehungsbereich tätig sind, und dies Berufe sind, die trotz ihrer immensen Bedeutung für die Gesellschaft schlecht bezahlt werden. Hier braucht es endlich Lösungen, gerechte und gute Bezahlung für die Menschen, die in den sozialen Berufen arbeiten“, so Ute Jungmann-Hauff.

Frauen haben „Recht auf Mehr!“

Der Arbeitskreis Frau und Beruf sowie die Katholischen Frauen Deutschlands fordern:

die Einhaltung bestehender Tarifverträge und die korrekte Anwendung des gesetzlichen Mindestlohns als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen

einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, damit Frauen nach einer familienbedingten Reduzierung ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können

gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten

alle Arbeitsverhältnisse sozial abzusichern, um alle Beschäftigten bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei vielem anderen mehr zu unterstützen.