Landrat Michael Köberle eröffnete die neue Ausstellung im Kreishaus in Limburg - Geschichten von Flucht und Vertreibung


Katherine Seng Pan, Fotograf Marcel Unkelbach, Carola Wagenbach von Amnesty International, WIR-Koordinatorin Meliha Delalic und Landrat Michael Köberle (von links) freuen sich über die neue Ausstellung im Kreishaus.

Limburg-Weilburg. „Menschen auf der Flucht“ – hinter diesen Worten verbergen sich die Schicksale von Millionen Kindern, Frauen und Männern, die sich aufgrund von bewaffneten Konflikten und Verfolgung gezwungen sahen, ihr angestammtes Zuhause zu verlassen. Landrat Michael Köberle hat eine neue Ausstellung im Rahmen der beliebten Reihe „Kunst im Kreishaus“ eröffnet, die aus 30 eindrucksvollen Tafeln besteht und eine Geschichte erzählt – eine Geschichte von Flucht und Vertreibung.
Die Werke dieser Ausstellung wurden von Fotografinnen und Fotografen erstellt, die in Kooperation mit der Menschenrechtsorganisation Amnesty International arbeiten. Bekannt ist Amnesty International als weltweit größte Bewegung für Menschenrechte. Und auch in Limburg gibt es eine Ortsgruppe. „Die Fotografien gestatten uns einen Einblick in Geschichten von geflüchteten Menschen. Wir erfahren etwas darüber, was es heißt, auf der Flucht zu sein, Bedrohung, gesellschaftlicher Umwälzung und Tod zu begegnen sowie gezwungen zu sein, das eigene Zuhause zu verlassen, um einen sicheren Ort zu suchen“, erläuterte Landrat Köberle. Die Ausstellung macht deutlich, dass große Fluchtbewegungen nichts Neues sind. Sie umfasst daher mehr als sieben Jahrzehnte und geht zurück bis zum Zweiten Weltkrieg – eine Zeit massiver Vertreibungen.
„Bei uns in Deutschland gehört der Anspruch auf ein Asylverfahren zu den Rechten eines jeden Menschen, der zu uns kommt. Und aus dieser Situation heraus hat auch unser Landkreis Limburg-Weilburg unter großen Anstrengungen, insbesondere seit 2015, Tausenden von geflüchteten Menschen Zuflucht gewährt, verfolgte Kinder, Frauen und Männer aufgenommen. Ich möchte an dieser Stelle daher noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle diejenigen Menschen hier aus unserem Landkreis und unserer Kreisverwaltung sagen, ohne die dies alles überhaupt nicht möglich gewesen wäre“, so Michael Köberle.   
Parallel zu den Tafeln von Amnesty International zeigt Marcel Unkelbach von der Hephata Diakonie im Kreishaus Bilder von 15 geflüchteten Menschen. Er möchte mit seinen Werken auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam machen und zugleich zeigen, dass viele der jungen Menschen eine positive Entwicklung in Deutschland genommen haben. „Der eigene Wille zur Integration sowie das Erlernen der deutschen Sprache sind hierfür Grundvoraussetzungen, getreu dem Grundsatz fördern und fordern“, unterstrich Landrat Michael Köberle. Und so sind 15 Fotoaufnahmen entstanden, die dank einer gelungenen Kombination aus Bildern und Texten die Gefühle der Abgelichteten noch eindrucksvoller wirken lassen.
Die spannende Ausstellung ist noch bis Mitte Oktober zu den üblichen Öffnungszeiten im Kreishaus in Limburg zu sehen. Der Eintritt ist frei.