Weitere zwei Kindertageseinrichtungen mit KiSS-Siegel ausgezeichnet


Der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Jörg Sauer (3. v. r.) und Kirsten Eckenberg (l.) vom Gesundheitsamt des Landkreises Limburg-Weilburg überreichten den Vertretern der Träger und Leiterinnen von zwei Kindertageseinrichtungen das KiSS-Siegel.

Limburg-Weilburg. Bei der KiSS-Fortbildungsveranstaltung im Juni 2019 wurden zwei weitere Kindertageseinrichtungen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg vom Ersten Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernenten Jörg Sauer mit dem KiSS-Siegel ausgezeichnet.

In diesem Jahr wurde die Kindertagesstätte „Kastanienburg“ aus Beselich-Niedertiefenbach, vertreten durch Bürgermeister Michael Franz und der Leiterin Clarissa Bruchmeier und die Kindertagesstätte „Sonnenblume/ St. Josef" aus Elbtal, vertreten durch Bürgermeister Joachim Lehnert und der Leiterin Christel Werner-Knechting ausgezeichnet.

Das seit 2009 in Hessen eingeführte Kindersprachscreening (KiSS) für vierjährige Kinder wird seit 2010 im Landkreis Limburg-Weilburg durchgeführt. Inzwischen nehmen im Landkreis Limburg-Weilburg 54 Kindertagesstätten am KiSS teil. Die Aufgaben im Rahmen vom KiSS werden inzwischen von 141 zertifizierten Erzieherinnen und acht Sprachexperten im Landkreis Limburg-Weilburg wahrgenommen. Zum Erhalt der Qualifikation nehmen die zertifizierten Erzieherinnen jährlich an einer Fortbildungsveranstaltung teil, die auch in diesem Jahr in der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg stattfand.

Michaela Kreutz-Zimmermann, Logopädin, KiSS-Sprachexpertin und Sprachheilbeauftragte des Landkreises Limburg-Weilburg, referierte zum Thema „Mutismus - Das schweigende Kind“. Beim Mutismus handelt es sich um eine Kommunikationsstörung, ohne dass ein Defekt der Sprach- oder Hörorgane vorliegt. Die Betroffenen können also sprechen und verstehen, was mit Ihnen gesprochen wird. Man geht von einem psychisch bedingten Schweigen aus, welches häufig gemeinsam mit anderen psychischen Erkrankungen auftritt. Um eine Chronifizierung bis ins Erwachsenenalter zu verhindern, ist es wichtig, das Verhalten frühzeitig richtig zu deuten und zu behandeln. Dafür zu sensibilisieren und Tipps im Umgang mit den Betroffenen zu geben, gelang Frau Kreutz-Zimmermann mit ihrem Vortrag. Außer dem Vortrag gab es auch wieder die Möglichkeit mit den Mitarbeiterinnen des Hessischen Kindervorsorgezentrums (HKVZ) aus Frankfurt Fragen zu erörtern, von der rege Gebrauch gemacht wurde.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Jörg Sauer betonte, dass der Landkreis weiter daran interessiert ist, jede Kindertageseinrichtung im Landkreis Limburg-Weilburg für diese Aufgabe zu gewinnen und dankte allen teilnehmenden, besonders jedoch den neu zertifizierten Kindertageseinrichtungen, für ihr Engagement.