Landrat Michael Köberle und sein Vorgänger Manfred Michel zu Gast im Oberlahnbad - „Tag der Architektur“ gewährt interessante Einblicke


Architekt Matthias Losacker (Zweiter von links), Landrat Michael Köberle (Dritter von links) und Landrat a. D. Manfred Michel (Vierter von links) freuten sich gemeinsam mit Vertretern aus der Kreispolitik sowie interessierten Besucherinnen und Besuchern über die Führungen im Oberlahnbad.

Limburg-Weilburg. Das Wetter strahlte mit den Menschen um die Wette: Beim bundesweiten „Tag der Architektur“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Räume prägen“ stand, bot das neue Oberlahnbad in Weilburg mit seiner gelungenen Architektur interessante Einblicke. Architekt Matthias Losacker führte gemeinsam mit seinem Team an zwei Tagen umfangreiche Führungen durch. Das Oberlahnbad war eines von 76 Bauwerken in Hessen, das die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen als Beispiele gelungener Alltagsarchitektur ausgewählt hatte. Morgens durften die Besucherinnen und Besucher in die Themen Sauna, Technik, Badewassertechnik und Belüftung eintauchen, nachmittags ging es um Städtebau, Schwimmbadtechnik sowie Keller und Bistro mit Außenbewirtung. „Modernes Bauen definiert das Spiel geometrischer Volumen und Licht“, erläuterte Losacker. Der Bau eines Hallenbades mitten in einer Stadt sei eine große Herausforderung, das Bad zugleich aber auch ein besonderes Bauwerk. Auch Landrat Michael Köberle und sein Vorgänger Manfred Michel waren im Rahmen eines kleinen Empfangs in Weilburg zu Gast.

Der Platz, auf dem das Hallenbad steht, ist eine bedeutende Stelle. Das Bad wurde nämlich parallel zur Lahn und zur Bahnhofsstraße erbaut. „Der Baukörper sollte so nah wie möglich an der Lahn stehen. Dabei sollte die Sichtachse auf dem Schloss und der Schlosskirche liegen. Bewusst haben wir die Materialien Holz und Kupfer, das mit der Zeit oxidiert, gewählt“, so Matthias Losacker während einer der Führungen. Der Platz ist ein Verkehrsknotenpunkt mit Frequenz von der Bahnhofsstraße und dem Busbahnhof her. Auch der Radweg R 7 führt direkt am Bad vorbei.

Der Landkreis Limburg-Weilburg ist Träger des Hallenbades, das auch als Lehrbetrieb für Schwimmunterricht in Betrieb ist. Integriert wurde zudem ein Therapiebecken. Auch eine Sauna ist eingebaut, übrigens in gleicher Größe wie im alten Kreishallenbad, das an gleicher Stelle abgerissen und durch den Neubau ersetzt worden war. Zudem ist auch eine Gastronomie in das neue Bad eingezogen. Das Bistro kann auch von Nicht-Badegästen genutzt werden, weil es von außen zugänglich ist.

Von 2016 bis 2018 wurde das Oberlahnbad durch die Kreishallenbad Weilburg GmbH errichtet. Die zentralen Architektenleistungen wurden von der Arbeitsgemeinschaft Ritz & Losacker – Krieger mit dem Weilburger Architekten Matthias Losacker erbracht. Acht Fach- und Ingenieurbüros waren ebenfalls an dem Projekt beteiligt. Die Baukosten beliefen sich auf rund zehn Millionen Euro.