Landrat Michael Köberle hat das Thema „Inklusion“ im Landkreis weiter fest im Blick - Die Steilvorlage der „Modellregion“ nutzen


Landrat und Schirmherr Michael Köberle bedankte sich am Ende der Veranstaltung „Heiteres zur Inklusion“ bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Blumen.

Limburg-Weilburg. Landrat Michael Köberle hat als Schirmherr der Veranstaltung „Heiteres zur Inklusion“ in der Limburger Stadthalle an die vergangenen drei Jahre erinnert, in denen der Landkreis Limburg-Weilburg gemeinsam mit Vertretern der Evangelischen Dekanate Runkel und Weilburg sowie dem Bistum Limburg im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration „Modellregion Kirchen und Inklusion“ war. Ziel war es insbesondere, auf die Bedeutung der Teilhabe für alle Menschen aufmerksam zu machen und inklusive Aktivitäten zu fördern sowie noch immer vorhandene Barrieren im Umgang zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen abzubauen. Der Landrat appellierte aber zugleich auch an die zahlreichen Gäste der Veranstaltung, diese „Modellregion Inklusion“ in einem neuen Gewand fortzusetzen. „Nutzen Sie die Steilvorlage, die diese Modellregion geboten hat und bringen Sie die Inklusion in unserem Landkreis weiter voran. Sehr gerne werde ich Sie dabei unterstützen. Mit unserem Beirat für Behindertenfragen haben wir auf der Ebene des Landkreises zudem ein Gremium, das in diesem Konstrukt eine wichtige Rolle spielen kann“, betonte Michael Köberle.
 
Die Modellregion habe von 2015 bis 2018 sehr viel bewegt. „Zahlreiche Einzelprojekte zum Thema Inklusion wurden angeregt und mit Erfolg durchgeführt. Ein beachtliches Netzwerk unterschiedlicher Projektpartner aus Pfarr-/Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärten, Senioren-/Pflegeheimen, Tagesstätten, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Ehrenamtlichen und weiteren inklusiv aktiven Vertreterinnen und Vertretern ist dabei entstanden. Das Fußsymbol als Zeichen für den gemeinsamen Schritt zur Inklusion spielt seit dem Auftakt der Modellregion eine tragende Rolle, denn auf großformatigen Holzplatten im Fußformat haben die Netzwerkpartner ihre ganz eigenen Ideen und Projekte zur Inklusion festgehalten“, so Landrat Köberle. Es ging und gehe darum, Ausgrenzung behinderter Menschen zu vermeiden und ihnen Teilhabe am Leben zu ermöglichen. „Nun muss es gelingen, über das Ende der Modellregion hinauszublicken und dieses bestehende Netzwerk auf zukunftsweisende Bahnen zu stellen. Inklusion ist ein übergreifender Gesellschaftsentwurf und deshalb möchte ich an dieser Stelle gerade die Netzwerkerinnen und Netzwerker dazu animieren, dieses Thema weiter aktiv nach vorne zu bringen“, sagte Köberle.

Nach der Rede des Schirmherrn gehörte die Bühne Rainer Schmidt, dem Kabarettisten, Buchautor und Paralympics-Goldmedaillengewinner. Rainer Schmidt erzählte vom Glück und Pech des Außergewöhnlichseins und begeisterte damit die Gäste in der Stadthalle.  Er nahm die Zuschauer mit auf eine einzigartige Reise in das Land der Inklusion. Tolle Auftritte hatten auch der Gebärdenchor „Manivolanti“ mit Sopranistin Marie Runge sowie der Chor „Do-Re-Mi“ unter der Leitung von Harald Opitz. Veranstalter dieses überaus gelungenen Abends war das Evangelische Dekanat Runkel in Kooperation mit dem Landkreis Limburg-Weilburg und dem Katholischen Bezirk Limburg, moderiert wurde die Veranstaltung vom evangelischen Pfarrer Joachim Naurath.