Managementsysteme für die Energieeffizienz


Limburg-Weilburg. Die Energieverbräuche einer Firma sind im vergangenen Jahr stark gestiegen, aber die Aufträge blieben gleich. Mit der Jahresrechnung des Energieversorgers kommt dann das böse Erwachen. Ganz klar, irgendwo ist ein Leck, nur wo? Firma Mustermann kann durch die Aufzeichnungen, die im Rahmen ihres Energiemanagementsystems gemacht wurden, schnell feststellen, dass im Druckluftsystem etwas nicht stimmt. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, Kosten gespart und etwas gegen den Klimawandel getan. Im nächsten Jahr wird dann noch eine Photovoltaikanlage auf dem Hallendach installiert und schon erreicht man eine weitere Verbesserung der Energieeffizienz. „Ein Beispiel von vielen“, sagt Lennart Junge, der als Berater der TÜV-Rheinland Consulting GmbH das Fachsymposium in Limburg präsentierte.

Managementsysteme werden immer häufiger eingesetzt. Und oft richten sie sich nach einem internationalen Standard (ISO). Unternehmen, die sich beispielsweise von der EEG-Umlage (Umlage aus dem Erneuerbare Energien Gesetz) befreien lassen wollen, müssen sich entsprechend zertifizieren lassen. Andere Unternehmen sind auf der Suche nach ihren größten Energieverbrauchern, um Kosten zu sparen. Wieder andere Unternehmen müssen auf Kundenwünsche reagieren, die eine Zertifizierung zur Bedingung einer weiteren Zusammenarbeit machen. Die Zertifizierung nach einer ISO-Norm hat noch weitere positive Effekte wie höhere Rechtssicherheit und Berücksichtigung des Arbeitsschutzes.

Zertifizierung nach ISO, das ist ein vielfältiges und oftmals auch kniffliges Thema, da es immer wieder Neuerungen gibt und sich die gesetzlichen Auflagen ändern. Das von der Stadt Limburg, dem Landkreis Limburg-Weilburg sowie der Kreishandwerkerschaft, der IHK Limburg und der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez angebotene Fachsymposium bot eine gute Gelegenheit, sich zu informieren und auf den neuesten Stand zu bringen. Kein Wunder daher, dass die Veranstaltung gut besucht war.

„Ein Managementsystem wirkt nur dann, wenn es in der Führungsriege verankert ist und alle Mitarbeiter auch wirklich einbezogen werden“, skizzierte Junge eine wichtige Rahmenbedingung. 

Für welches System sich ein Unternehmen oder ein Betrieb entscheidet, das hängt von den einzelnen Bedürfnissen und Notwendigkeiten ab. Junge wies darauf hin, dass durch die Neuerungen und Änderungen in den ISO-Normen die Kombination der unterschiedlichen Managementsysteme deutlich vereinfacht wurde, wie zum Beispiel bei der Qualitätssicherung und der Energieeffizienz. Die verschiedenen Systeme können gemeinsam in einem integrierten Managementsystem geprüft werden.

Unternehmen, Betriebe und Firmen, die mehr zum Thema Managementsysteme wissen möchten, können sich an Kathrin Bieniek, Energie- und Klimaschutzbeauftragte der Stadt Limburg, oder Verena Nijssen, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Limburg-Weilburg, wenden. 

Kontaktdaten: Kathrin Bieniek, E-Mail kathrin.bieniek(at)stadt.limburg.de, Tel.: 06431 203-236; Verena Nijssen, E-Mail region-mit-energie(at)limburg-weilburg.de, Tel. 06431 296-828