Frauenforum des Landkreises in der Limburger Adolf-Reichwein-Schule - Eine wichtige Hilfe für das Berufsleben


Die Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff (unten, rechts) freute sich gemeinsam mit den Teilnehmerinnen über ein gelungenes Frauenforum. Unten links Carmen von Fischke, die Frauenbeauftragte der Stadt Limburg.

Limburg-Weilburg. Frauen haben es im Beruf häufig nicht leicht. Gerade die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellt oftmals noch immer ein Problem dar. Zudem verfügen Frauen in vielen Fällen nicht über ein ausgeprägtes Netzwerk, so wie ihre männlichen Kollegen. Die Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff arbeitete gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen aus dem Arbeitskreis Frau & Beruf beim Frauenforum des Landkreises Limburg-Weilburg in der Limburger Adolf-Reichwein-Schule genau an diesen Defiziten. An drei Tagen wurden dort 20 Workshops, Kurse und Seminare zur beruflichen Weiterbildung angeboten. Rund 150 Frauen hatten sich angemeldet, die in vielen Fällen gleich mehrere der angebotenen Kurse belegten. 

In diesen Kursen ging es außer um Computer, Rhetorik, Existenzgründung und Teamführung auch darum, die eigene Person zu stärken und den Berufsalltag oder auch den Wiedereinstieg ins Berufsleben gut zu meistern. „Frauen verkaufen sich oft unter Wert“, sagte Ute Jungmann-Hauff bei der Eröffnung des Frauenforums in der Adolf-Reichwein-Schule. Oder sie stellten sich häufig in die zweite Reihe. „Aus dieser Nische möchten wir die Frauen herausholen und sie in ihrer Position stärken“, so Ute Jungmann-Hauff, die diese Eröffnung gemeinsam mit der Frauenbeauftragten der Stadt Limburg, Carmen von Fischke, durchführte. 

Das Kursprogramm war vielfältig, denn auch Themen wie Teamführung, Charisma, Krisenbewältigung, Berufsorientierung oder gelebte Wertschätzung wurden behandelt. Zudem fand ein Kinoabend statt, der sich mit dem Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ beschäftigte. Gezeigt wurde der Fernsehfilm „Die Sternstunde ihres Lebens“ aus dem Jahr 2014. Ein Film über die Politikerin Elisabeth Selbert, die sich 1948/49 für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern eingesetzt hatte. Ihr war es – trotz erheblichen Widerstandes – gelungen, dass der Artikel 3, Absatz 2, mit dem Inhalt „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Der Film vermittelte einen lebendigen Eindruck vom Kampf um das Grundrecht für alle Frauen in Deutschland. Das Frauenforum klang schließlich mit einer Veranstaltung im Thing musikalisch aus.