Das letzte Heimatkundlertreffen mit Landrat Manfred Michel - In Villmar wurde das neue Jahrbuch vorgestellt


Rudolf Conrads, Stiftungsbeirats-Vorsitzender des Lahn-Marmor-Museums, begeisterte mit seinem Vortrag zum Lahn-Marmor.

Heike Wetzling und Simone Frohne (von rechts) aus dem Referat Büro Landrat hatten beim Verkauf des neuen Jahrbuchs viel Spaß.

Villmar. Bestens gefüllt war die König-Konrad-Halle in Villmar beim letzten Treffen der Heimatkundlerinnen und Heimatkundler mit Landrat Manfred Michel. Der Landrat zog in seiner Rede eine zufriedenstellende Bilanz der vergangenen Jahre und dankte insbesondere den zahlreichen Historikerinnen und Historikern, die ihn im Laufe seiner beinahe 20 Jahre in der hauptamtlichen Politik begleitet und unterstützt haben. 

Und mit Stolz präsentierte er im Anschluss auch das gelungene Jahrbuch 2019 und warb für diese spannende Lektüre. Ein Schuss Wehmut schwang schließlich mit, als der Landrat deutlich machte, dass ihm nach dem Ende seiner Amtszeit am 31. Dezember vor allem die täglichen Begegnungen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fehlen werden. Mit großem Beifall bedachten die rund 200 Besucherinnen und Besucher seine Ausführungen in Villmar.

Nach den Begrüßungsworten von Villmars Bürgermeister Matthias Rubröder begann ein kurzweiliges, unterhaltsames und informatives Programm: Seppel Friedrich aus Lindenholzhausen bereicherte den Nachmittag mit den beiden Gedichten „Ein Kind auf dem Bauernhof“ und „Pfingstritt zur Berger Kirche“. Rudolf Conrads, Vorsitzender des Beirates der Stiftung und Mitbegründer des Vereins Lahn-Marmor-Museum, war aus Köln angereist und informierte mit einem interessanten Vortrag zum Thema „Der Marmor von der Lahn“. 

Er erläuterte die Entstehung des Marmors, dessen Bearbeitung, den Abbau und die Verwendung. Auch ging er auf die Entstehung des Vereins Lahn-Marmor-Museum ein. Das Naturdenkmal Unica-Steinbruch als weltweit einziges devonisches Stromatoporen-Riff lockt im Zusammenspiel mit dem Lahn-Marmor-Museum alljährlich zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. 

Eine weitere Bereicherung des Heimatkundlertreffens war der spontane Auftritt des Historikers Walter Stamm aus Obertiefenbach. Der 80-Jährige begeisterte auf seiner Mundharmonika mit altbekannten Volksliedern. Begeistert sangen die zahlreichen Gäste mit und verabschiedeten den Musikanten mit großem Applaus. 

Simone Frohne und Heike Wetzling aus dem Referat Büro Landrat sowie die ehemaligen Mitarbeiterinnen Siggi Dietrich und Sigtrud Schneider hatten traditionsgemäß zum Abschluss im Foyer eine große Anzahl neuer Jahrbücher aufgebaut, die an diesem Nachmittag für nur sieben Euro verkauft wurden. In den Buchhandlungen, der Camberger Bücherbank sowie in den Kreisverwaltungen Limburg und Weilburg werden sie demnächst für den Verkaufspreis von 8,90 Euro angeboten.