Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“ mit verschiedenen Veranstaltungen Ein starkes Aktionsbündnis lädt ein


Limburg-Weilburg. Anlässlich des Gedenktages „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November 2018 werden im Landkreis Limburg-Weilburg an vielen Rathäusern und öffentlichen Gebäuden die Fahnen „Frei leben“ gehisst. Im Landkreis gibt es ein starkes Aktionsbündnis, das jedes Jahr mit neuen Aktionen das Thema „Gewalt gegen Frauen“ in den Blick nimmt.

Die beteiligten Institutionen und Organisationen präsentieren sich als Hilfeeinrichtungen in der Öffentlichkeit und machen das Thema sichtbar. Dies sind: Kreisfrauenbüro des Landkreises, Frauenbüro Stadt Limburg, Gegen unseren Willen e.V., Frauenhaus Beratungsstelle, Frauen im Evangelischen Dekanat Runkel, Katholische Frauen Deutschlands, pro familia Limburg, Jugendbildungswerk, Deutscher Kinderschutzbund, Jugend und Drogen- Beratungsstelle, donum vitae, Referat Mädchen- und Frauenarbeit im Bistum Limburg, Sprach- und Integrationsmittlerin des Landkreises.

In diesem Jahr wird im Landkreis Limburg-Weilburg zum 18. Mal der Internationale Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ organisiert, zu dem die Frauenorganisation Terre des Femmes aufgerufen hat. Am 25. November 1960 wurden die drei Schwestern Mirabal, 

die gegen Diktator Trujillo im Untergrund gekämpft hatten, vom Geheimdienst der Dominikanischen Republik ermordet. 1981 wurde der Todestag in Kolumbien zum internationalen Gedenktag deklariert. Seit 1999 ist der 25. November als Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt. Im Jahr 2001 hatte Terre des Femmes unter dem Motto „Frei leben – ohne Gewalt“ die Fahnenaktion initiiert und so ein einheitliches Symbol geschaffen, das über die Landesgrenzen hinaus Signalkraft hat. 

Jedes Jahr werden es mehr Fahnen, die an öffentlichen und privaten Gebäuden wehen, bundesweit sind es fast 8000. 

Gewalt an Frauen hat viele Gesichter! Die diesjährige bundesweite Kampagne von Terres des Femmes unter dem Motto „Jetzt Mädchen stärken!“ wird von den Akteurinnen und den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten unterstützt.

Zeigen Sie sich solidarisch – gegen Gewalt an Mädchen und Frauen!  Am 25. November startet eine Petition zu bundesweit einheitlichen, verpflichtenden Vorsorgeuntersuchungen. In den letzten 25 Jahren haben sich die sogenannten U-Untersuchungen als wirkungsvolles Mittel des Kinderschutzes und der Vorsorge etablieren können. Doch gerade Kinder, die von Gewalt bedroht sind, fallen häufig durch dieses Schutzsystem. Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung sind in Deutschland ein aktuelles Thema. Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnete im Jahr 2016 in Deutschland über 12.000 Ermittlungs- und Strafverfahren allein nur für sexuellen Kindesmissbrauch. Opfer dieser Straftaten sind zu etwa 75 Prozent Mädchen und 25 Prozent Jungen. Mit der verpflichtenden Einführung der U-Untersuchungen soll Gewalt innerhalb der Familie erkannt und verhindert werden.

Weitere Informationen finden sie unter www.frauenrechte.de und „Es ist nicht alles rosarot! #esistnichtallesrosarot

Am Samstag, 17. November 2018, 10 bis 16 Uhr, findet ein Selbstverteidigungskurs für Mädchen ab 15 Jahre statt: Taekwondo Limburg, Kursgebühr: 35 Euro, Informationen und Anmeldung: Gegen unseren Willen e.V. Limburg, Telefon: 06431- 92343.

Am Mittwoch, 28. November 2018, startet um 15 Uhr ein Infostand vor dem Europaplatz in Limburg zum Thema „Kinderrechte stärken – Jugendvorsorge verpflichtend“. Zusammen mit dem Deutschen Kinderschutzbund wird das Aktionsbündnis für Kinderrechte werben. Unterstützt wird die Aktion von vielen Kindern und einem Luftballonsteigen.

Am Freitag, 30. November 2018, gibt es eine „Mädchen-Sprechzeit“ in der Beratungsstelle von donum vitae. Unter dem Motto „Jetzt rede ich!“ werden Fragen zu Freundschaft, Liebe, Sexualität und Gesundheit sowie Kinderrechten beantwortet.

Am Freitag, 30. November 2018, findet um 18 Uhr in der St. Annakirche in Limburg ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Titel „Mädchen stärken“ statt.

Unter dieser Überschrift und dem Hashtag von Terre des Femmes wird im Gottesdienst die rosarote Brille abgelegt und darauf hingewiesen, dass der Alltag vieler Mädchen aus Gewalt und Leid besteht. Sie sollen darin gestärkt werden, sich mitzuteilen und sich zu wehren.

Alle Interessierten sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen.