Der Abfallwirtschaftsbetrieb freut sich über sein neues Verwaltungsgebäude - Neue Büros in effizienter Passivhausbauweise


Landrat Manfred Michel, Architekt Diethelm Lauber und der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung (von links) mit einem symbolischen Schlüssel der ganz besonderen Art.

Limburg-Weilburg. Etliche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Belegschaft freuten sich über die Einweihung des neuen Bürogebäudes für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilungen Gebührenveranlagung und Verwaltung des Abfallwirtschaftsbetriebes in Beselich. Etwa 20 Kolleginnen und Kollegen werden nach Fertigstellung in das neue Gebäude einziehen, das im Übrigen in Passivhaustechnik errichtet wurde. Nach Angaben des Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung wird dieser Umzug bis Januar vollzogen sein. Seit 1999 befanden sich die Arbeitsplätze dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Containern. 

Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung begrüßte gemeinsam mit Landrat Manfred Michel die Gäste, unter ihnen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, des Landkreises Limburg-Weilburg, des Architekturbüros und der Handwerksbetriebe. „Es ist schön, dass das Provisorium Container nun ein Ende hat“, betonte Dezernent Helmut Jung. Jung machte deutlich, dass zu den Arbeitsbereichen in diesem Betrieb nicht nur Abfallwirtschaft, sondern immer mehr auch Wertstoffberatung gehöre. Das gehe mit immer mehr Kundenbetreuung einher und auch für diese Besucherinnen und Besucher sei das neue Gebäude natürlich ansprechender als die bisherigen Container. 

Das Gebäude sei auf ein wärmegedämmtes Fundament mit massiven Steinen und einer Dämmhülle errichtet. Es habe eine Dreifach-Verglasung nach aktuellem Standard sowie eine spezielle Dämmung für das Dach, das begrünt wurde. Jede Kollegin und jeder Kollege gebe etwa 100 Watt an Wärme je Stunde ab. Gemeinsam mit der Sonneneinstrahlung könne so der größte Teil der Wärmeversorgung „passiv“ gedeckt werden. Die Restwärme für das Gebäude kommt vom Gas aus der Deponie. Ein gasbetriebener Motor erzeugt Strom und die Abwärme des Motors wird zu Heizzwecken benutzt. Mit diesem Gas habe man auch bereits den Rohbau schneller trocknen können. Eine spezielle Lüftungsanlage, die über 90 Prozent der Lüftungswärme zurückgewinnt, soll zudem kontinuierlich verbrauchten Sauerstoff ersetzen, so Helmut Jung.

Architekt Diethelm Lauber lobte die gute Zusammenarbeit mit heimischen Firmen sowie der Leitung des Abfallwirtschaftsbetriebes mit Bernd Caliari an der Spitze und wies darauf hin, dass es gar nicht so leicht gewesen sei, gute Handwerker möglichst zeitnah zu bekommen.