Landrat Köberle und Kreistagsvorsitzender Veyhelmann ehren ausgeschiedene Beigeordnete und Abgeordnete

Ehrung von Parlamentarierinnen und Parlamentariern, die 20 Jahre und länger Kreistag oder Kreisausschuss angehört haben (von links): Landrat Michael Köberle, Albrecht Fritz, Bernd Steioff, Doris Reifenberg, Renate Kreis, Thomas Werner, Armin Müller und Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann.

Ehrung von Parlamentarierinnen und Parlamentariern, die 10 bis 20 Jahre Kreistag oder Kreisausschuss angehört haben (von links): Landrat Michael Köberle, Rüdiger Weil, Jürgen Dumeier, Martina Deißenroth, Wolfgang Lippe, Ingrid Friedrich und Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann.

Ehrung von Parlamentarierinnen und Parlamentariern, die bis zu 10 Jahre Kreistag oder Kreisausschuss angehört haben (von links): Landrat Michael Köberle, Birgit Geis, Kornelia Hoppe, Andreas Muth, Claudia Lampe-Bullmann, Georg Horz, Cihan Kankilic, Burkhard Hölz und Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann.

Limburg-Weilburg. Landrat Michael Köberle und Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann haben bei einem Parlamentarischen Abend im Bürgerhaus in Schupbach ausgeschiedene Kreisbeigeordnete und Kreistagsabgeordnete geehrt. „Wir ehren Kolleginnen und Kollegen aus Kreisausschuss und Kreistag, die die Kreispolitik über Jahre und teilweise auch Jahrzehnte nicht nur mitgestaltet, sondern ihr auch ein Gesicht gegeben haben. Vieles wurde in diesen Jahren bewegt, wobei ich die ausgesprochen gute Zusammenarbeit hervorheben möchte“, betonte Landrat Köberle.
Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann und Landrat Michael Köberle ehrten Mitglieder von Kreisausschuss und Kreistag, die bis zu zehn Jahre ehrenamtlich kommunalpolitische Arbeit geleistet haben: Hannah Blum, Gerrit Schneider, Cihan Kankilic, Lisa Balmert, Viola Erk, Claudia Lampe-Bullmann, Andreas Muth, Alexander Fries, Kornelia Hoppe, Marie Christine Kavai, Birgit Geis, Bärbel Hartmann, Georg Horz, Burkhard Hölz, Tobias Kress und Viktoria Spiegelberg-Kamens. Zwischen 10 und 20 Jahren waren Hans Werner Bruchmeier, Martina Deißenroth, Jürgen Dumeier, Wolfgang Lippe, Ingrid Friedrich und Rüdiger Weil Abgeordnete des Kreistages Limburg-Weilburg beziehungsweise Kreisbeigeordnete.
Landrat Köberle und Kreistagsvorsitzender Veyhelmann verliehen anschließend die Ehrenplakette an Kreisbeigeordnete und Kreistagsabgeordnete, die sich mehr als 20 Jahre lang in der Kreispolitik engagiert haben. Thomas Werner war von 2006 bis 2011 im Kreistag und von 2011 bis 2026 im Kreisausschuss, Heinz-Jürgen Deuster war von 2001 bis 2011 sowie von 2017 bis 2026 Kreistagsabgeordneter und von 2011 bis 2016 im Kreisausschuss. Renate Kreis saß von 1997 bis 2001 sowie von 2006 bis 2026 im Kreistag, Bernd Steioff war von 2002 bis 2026 Abgeordneter des Kreistags. Christian Radkovsky war von 2001 bis 2026 Kreistagsabgeordneter, Armin Müller wirkte von 2001 bis 2021 als Abgeordneter im Kreistag und von 2021 bis 2026 als Kreisbeigeordneter im Kreisausschuss, Albrecht Fritz von 1993 bis 2023 im Kreistag, Markus Sabel von 1993 bis 2001 im Kreistag und von 2001 bis 2026 im Kreisausschuss, Gerhard Würz von 1993 bis 2026 im Kreistag, Dr. Norbert Zabel von 1993 bis 2026 im Kreistag. Und Doris Reifenberg war schließlich von 1989 bis 2006 Kreistagsabgeordnete sowie von 2006 bis 2026 Kreisbeigeordnete.
Landrat Michael Köberle nutzte den Parlamentarischen Abend, um auf bereits Erreichtes zurückzuschauen und einen Blick in die Zukunft zu wagen: „Ein großes Thema waren und sind unsere Schulen. Neben dem Digitalpakt Schulen, dem wir uns angeschlossen haben und durch diesen wir bis 2024 über 20 Millionen Euro in die technische Ausstattung und somit die Digitalisierung unserer Schulen investiert haben, wurde parallel in den letzten Jahren stetig die Sanierung und der Umbau vorangetrieben. Hier sprechen wir über rund 200 Millionen Euro in eineinhalb Jahrzehnten. Zudem ist der mit Beginn des laufenden Schuljahres neu geschaffene Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen ein sehr zentrales Thema unserer Arbeit.“ Landrat Köberle machte zudem auf den Kauf und den derzeitigen Umbau des Rathaus-Anbaus in Limburg aufmerksam. Durch den zentralen Standort wird die Kreisverwaltung nach dem für 2027 geplanten Einzug noch bürgernäher sein. „Unser größtes Projekt ist natürlich der Neubau des Kreiskrankenhauses Weilburg. Kürzlich haben wir die Zusage über Fördergelder in Höhe von 50 Millionen Euro erhalten, womit ein weiterer, wichtiger Schritt vollzogen ist. Dieser Neubau – inklusive der durch den Landkreis von Vitos übernommenen Neurologie – ist ein klares Signal der Kreispolitik für den Standort Weilburg. Mit dieser Übernahme der derzeit noch in Weilmünster ansässigen Neurologie hat der Landkreis ein wichtiges Angebot der medizinischen Versorgung aufrechterhalten können. Dies betrifft auch die Versorgung der Menschen unseres Landkreises mit Kinderärzten. Mit dem MVZ in der Limburger Werkstadt haben wir hier eine drohende Unterversorgung abwenden können“, blickte der Landrat auf das große Thema Gesundheit. Auch das Thema Migration mit der Unterbringung von Flüchtlingen hat der Landkreis durch die Einrichtung von zeitweise mehr als 100 Gemeinschaftsunterkünften in der Hochphase lösen können, ohne eine einzige Sporthalle oder ein Bürgerhaus dafür schließen zu müssen. Um die Menschen vom Landkreis Limburg-Weilburg zu überzeugen, brauche es nach den Worten von Landrat Michael Köberle neben der medizinischen Versorgung ein Gesamtpaket aus einer guten Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, einem gut ausgebauten Straßennetz, wozu das Kreisstraßenprogramm erheblich beiträgt, Kinderbetreuung, bezahlbarem und gutem Wohnen sowie einer entsprechend ausgebauten Infrastruktur mit einem modernen Glasfasernetz. Hier nimmt der Landkreis hessenweit eine Führungsrolle ein, was die Zahl der Anschlüsse betrifft. „Aktuell stehen wir als Landkreis Limburg-Weilburg gut da. Wir haben geordnete Finanzen, einen soliden Haushalt, der als einziger in Hessen ausgeglichen ist. Und diese soliden Finanzen bedeuten Selbstbestimmung und Handlungsfreiheit. Es ist enorm wichtig, dies auch zukünftig sicherzustellen“, so Landrat Köberle in Schupbach     
Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann machte in seinem Grußwort deutlich, dass der Landkreis neben einer Fülle staatlicher Aufgaben im Verhältnis zu seinen Städten und Gemeinden vor allem viele überörtliche, ergänzende beziehungsweise für alle zusammengefasste Dienstleistungen wahrnehme: „Das sind Aufgaben, die auf der Ebene des Landkreises einfacher, effektiver und mitunter auch kostengünstiger erledigt werden können. Der Landkreis ist dabei weder eine staatliche Oberverwaltung noch eine übergeordnete Oberkommune, sondern er erfüllt eine kommunale Gesamtdienstleistung für unsere Bürgerinnen und Bürger, weshalb wir auch einen direkt vom Volk gewählten Kreistag haben.“ Natürlich komme es laut Veyhelmann bei der Wahrnehmung all dieser Aufgaben sowohl auf Landkreis- als auch auf Gemeindeebene auf eine möglichst enge Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung und Rücksichtnahme an, „die wir auch versuchen, täglich zu praktizieren.“ Und der Kreistagsvorsitzende betonte: „Wir verabschieden heute Menschen, die sich in Kreistag sowie Kreisausschuss eingebracht und so direkten Einfluss auf das Geschehen in unserer Heimat genommen haben. Dieser Punkt ist mir ein besonderes Anliegen, denn leider wird es heutzutage immer schwieriger Menschen zu finden, die sich kommunalpolitisch engagieren möchten. Natürlich gibt es unterschiedliche Ansichten und so manch kontroverse Diskussion, aber wir sollten uns immer bewusst machen, dass wir direkt gewählt sind und die Menschen von uns Ergebnisse erwarten, und zwar zu Recht. Deshalb sollten wir, unabhängig jeder politischen Couleur, an einem Strang ziehen. Respektvoll, auf Augenhöhe, gerne leidenschaftlich, aber mit einem gemeinsamen Ziel. Das ist mein Wunsch für die kommenden Jahre.“
Für die musikalische Unterhaltung beim Parlamentarischen Abend sorgte das Blechbläserensemble der Kreismusikschule Oberlahn.