Landrat Köberle überreicht Erich Cromm den Landesehrenbrief

Überreichung des Landesehrenbriefs im Feuerwehrhaus in Bermbach (von links): Der Weilburger Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch, stellvertretender Wehrführer Markus Cromm, Landrat Michael Köberle, Erich Cromm mit Ehefrau Ingrid und Wehrführer Björn Dick.

Limburg-Weilburg. Große Freude in Bermbach: Landrat Michael Köberle hat Erich Cromm beim Oktoberfest der Freiwilligen Feuerwehr Bermbach den Landesehrenbrief überreicht. „63 Jahre Dienst bei der Feuerwehr stehen auf Ihrem Zettel. Und dass im Mai 2026 50 Jahre Jugendfeuerwehr gefeiert werden durfte, haben wir auch maßgeblich Ihnen zu verdanken“, betonte Landrat Köberle, der auch den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Bermbach für die Anregung zu dieser Ehrung dankte.

Erich Cromm ist am 9. März 1963 in den Förderverein der Feuerwehr eingetreten. Neun Jahre später hat er das erste Amt im Vorstand übernommen und wurde Kassierer. Bis 1986 hatte er die Hoheit über die Finanzen, bis er im gleichen Jahr Vorsitzender wurde. 20 Jahre, also bis 2006, leitete er die Geschicke des Vereins, danach wechselte er auf die Position des Beisitzers im geschäftsführenden Vorstand. Seit 2011 war er Schriftführer, bis er zu Beginn dieses Jahres aus dem Vorstand ausschied.

Im Jahr 1976 fiel die Entscheidung, eine Jugendfeuerwehr zu gründen, die unter Leitung von Erich Cromm entstand. Zudem fungierte er ab der Gründung bis 1988 als Jugendfeuerwehrwart. Auch die Gründung einer Kinderfeuerwehr im Jahre 2003 geht auf seine Initiative zurück. Es war die erste Kinderfeuerwehr im Landkreis Limburg-Weilburg und die zweite in Hessen. „In Ihrer gesamten Vorstandszeit haben Sie sich bei diversen Vereinsjubiläen, ob Förderverein oder Jugendfeuerwehr, eingebracht. Sie waren Hauptorganisator beim Neubau einer Doppelgarage, in der unter anderem die historischen Feuerwehrfahrzeuge untergebracht sind, und beim Anbau des Feuerwehrgerätehauses, wobei eine separate Umkleidekabine sowie ein Raum für Kinder- und Jugendfeuerwehr entstanden. Während des Hessentags in Weilburg im Jahr 2005 leiteten Sie die Organisation aller Parkplätze – was sicher keine einfache Aufgabe war – und koordinierten die Diensteinteilung aller Weilburger Feuerwehren. Wie wir heute wissen, hat das damals alles sehr gut geklappt. Dass die Feuerwehr heute so ein aktiver und lebendiger Verein ist, der nicht nur zusammenkommt, wenn geübt wird oder ein Einsatz ist, daran haben Sie auch maßgeblichen Anteil. Ob Oktoberfeste wie heute, Partnerschaftstreffen, Ausflüge oder Bäuchlingsfeste – Sie waren dabei und haben mit organisiert. Insgesamt wird Ihnen von Ihrer Feuerwehr Führungsstärke bescheinigt, zudem die Fähigkeit, sich immer neuen Ideen zu öffnen und immer die Weiterentwicklung des Vereins im Blick zu haben“, so Landrat Köberle.

Das alleine ist schon eine beeindruckende Bilanz, aber bei Weitem nicht alles. Denn das war nur sein Engagement bei der Feuerwehr Bermbach. Darüber hinaus war Erich Cromm von 1987 bis 2005 Kassierer der Kreisjugendfeuerwehr Limburg-Weilburg und von 1996 bis 2020, also nochmal 24 Jahre, in verschiedenen Positionen wie Beisitzer, stellvertretender Vorsitzender und schlussendlich Vorsitzender bei der Sterbekasse des Kreisfeuerwehrverbandes aktiv. Auch hier war er an einer steten Erweiterung und zukunftsfähigen Aufstellung beteiligt. Für diese vielfältigen Tätigkeiten im Bereich der Feuerwehr – ob Bermbach oder auf Kreisebene – hat Erich Cromm bereits diverse Auszeichnungen erhalten. Ob die Floriansmedaille in Silber und Gold, das Brandschutzehrenzeichen in Silber und Gold, das Ehrenzeichen des Nassauischen Feuerwehrverbands in Gold, die Brandschnalle der Stadt in Silber oder auch die Silberne Ehrennadel oder das Deutsche Feuerwehrkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes – all das findet sich an seiner Uniform. Zudem ist er seit 2013 Ehrenmitglied des Vereins.

Landrat Michael Köberle aber war natürlich auch nach Bermbach gekommen, um der Freiwilligen Feuerwehr Bermbach und den zahlreichen Gästen seine Grüße persönlich zu übermitteln: „Hier kommen wir zusammen, verbringen eine paar gesellige Stunden und freuen uns über Gemeinschaft. Möglich machen das in fast allen Dörfern die Vereine. Und oftmals, wie heute und hier, die Feuerwehren. Da werden Feste organisiert, Dienste gestellt und Programme geplant. Das nimmt alles viel Zeit in Anspruch und gerade unsere Wehren können sich über eine mangelnde Auftragslage nicht beklagen. Und dennoch wird sich die Zeit genommen. Das finde ich ganz toll und immer wieder erwähnens- und lobenswert. Denn lebendige Dörfer und aktive Vereine sind kein Selbstläufer. Dafür braucht es Menschen, die anleiten, die sich einbringen.“