Landrat Manfred Michel möchte die Träger der Schwangerenkonfliktberatung einbinden - donum vitae verwaltet den Empfängnisverhütungsmittelfonds

    Limburg-Weilburg. Mit dem Ziel, im Rahmen der sozialen Daseinsfürsorge Frauen, Männer und Familien mit geringem Einkommen bei der Familienplanung zu unterstützen, hat der Landkreis Limburg-Weilburg im Jahr 2017 als Pilotprojekt einen Empfängnisverhütungsmittelfonds eingerichtet. Anlass war eine Bitte des Vereins donum vitae e.V. an die CDU-Kreistagsfraktion, deren anschließender Antrag in einen entsprechenden Beschluss des Kreistages mündete. Zweck des Empfängnisverhütungsmittelfonds ist es, berechtigte Personen bei der Anschaffung von Verhütungsmitteln zu unterstützen.

    • Berechtigte Personen sind Bezieher von Leistungen nach dem SGB II (Jobcenter), SGB XII und AsylbLG (Sozialamt)
    • Nicht berechtigt sind Personen, die einen gesetzlichen Anspruch auf Leistungen der Empfängnisverhütung nach dem SGB V (Krankenkasse), dem SGB VIII (Jugendamt) oder dem § 49 SGB XII (Sozialamt) haben, und Personen, die keine Beratung nach § 2 SchKG in Anspruch nehmen

    Die Abwicklung und Auszahlung erfolgte bisher im Sozialamt. Schwachstelle war, dass aus Datenschutzgründen die Inanspruchnahme nicht von der Vorlage über eine Beratung nach dem SchKG (Gesetz zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten) abhängig gemacht werden konnte. Die Verwaltung, Abrechnung und Evaluierung wird nun zum 1. Januar 2019 an donum vitae e.V. als Träger übergeben. Das gab Landrat Manfred Michel bei einem Pressegespräch im Kreishaus in Limburg bekannt. Für den Träger donum vitae waren Marlies Schweitzer und Regine Bach vor Ort, für die Beratungsstelle von pro familia Sandra Pappert-Rausch, für die Diakonie Uwe Schaar.

    „Aufgrund der Erfahrungswerte zur Inanspruchnahme der Fondsleistung ist es einfach sinnvoller, die Träger der Schwangerenkonfliktberatung einzubinden. Dadurch entfällt auch das Datenschutzproblem bei der Beratung“, betonte Landrat Michel. Die Verwaltung, Abrechnung und Evaluierung wird zum 1. Januar 2019 an donum vitae e.V. als Träger übergeben, die Antragsannahme und Prüfung der Voraussetzung kann von allen beteiligten Beratungsstellen (donum vitae e.V., Diakonie und pro familia) durchgeführt werden.