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Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Limburg-Weilburg verabschiedet

Am 11. April 2014 hat der Kreistag des Landkreises das Integrierte Klimaschutzkonzept für den Landkreis Limburg-Weilburg verabschiedet. Gemeinsam mit der Klima- und Effizienzagentur aus Kassel hat der Landkreis in einem Jahr ein Konzept erarbeitet, dass zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen soll. Am Ende steht ein Maßnahmenkatalog, der die Aufgaben für den Landkreis in den nächsten Jahren beschreibt.

Für die gute Zusammenarbeit in der Projektlaufzeit bedanken sich Landrat Manfred Michel und der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung bei allen Beteiligten.

Download "Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Limburg-Weilburg" (PDF, barrierefrei)

Zwischenstandbericht zum Klimaschutzkonzept des Landkreises Limburg-Weilburg

Die Arbeiten zum integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises Limburg-Weilburg, mit welchem die Klima und Energieeffizienz Agentur (KEEA) aus Kassel beauftragt wurde, ist im vollen Gange. Im November 2013 soll der einjährige Erstellungsprozess abgeschlossen und das fertige Klimaschutzkonzept vorgestellt werden.
Bisher wurde schon viel gemacht. Kernpunkte des integrierten Klimaschutzkonzeptes sind die Themen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und die Sensibilisierung der Bevölkerung. Ein wichtiger Schwerpunkt bei der Entwicklung einer Handlungsstrategie liegt in der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie wichtiger Akteure im Bereich des Klimaschutzes. Ihre Ideen und Anregungen zu möglichen Klimaschutzmaßnahmen, die dann Einzug in das Klimaschutzkonzept halten sollen, sind dem Landkreis und dem Mitarbeitern von KEEA sehr wichtig. Sie wissen nämlich am besten, welche Aktivitäten in ihrem Landkreis umgesetzt werden können und sollten.
Den Startschuss bildete die öffentliche Auftaktveranstaltung am 25. Februar 2013, auf der sich alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises über die Erstellung des Konzeptes informieren und auch ihre Ideen mit einbringen konnten. Bereits vorher trafen sich die Mitglieder des Beirates, mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und verschiedener Institutionen, um eine erste Strategie für die weiteren Aktivitäten zu entwickeln.
Im Themenspektrum der erneuerbaren Energien wurden bereits zwei Workshops zur Windenergienutzung und zur Bioenergienutzung im Landkreis Limburg-Weilburg durchgeführt. Dabei wurden Fragen der Ausbaupotenziale und der regionalen Wertschöpfung betrachtet. Im August findet als letzte Veranstaltung ein Workshop für die Schulen des Landkreises statt. In diesem sollen Maßnahmen erarbeitet werden, die dabei helfen den Klimaschutz an den Schulen zu etablieren, damit bereits die Jugend für das Thema Klimaschutz sensibilisiert wird. Neben den Workshops führte die KEEA zudem zahlreiche Expertengespräche mit Akteuren des Landkreises, welche besonders im Klimaschutz tätig sind oder für zukünftige Klimaschutzaktivtäten gewonnen werden sollen.
Parallel zu all diesen Veranstaltungen wurde eine Energie- und CO2-Bilanz erstellt sowie die Potenziale des Landkreises abgeschätzt. Zudem wurden drei verschiedene Szenarien entwickelt, die als Grundlage für zukünftiges Handeln einen Zielrahmen bieten. Als Kernstück des integrierten Klimaschutzkonzeptes folgen bis zum November 2013 die Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges für Klimaschutzaktivitäten und ein Aktionsplan für den weiteren Klimaschutzprozess im Landkreis.
Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept geht der Landkreis einen Schritt voran in eine nachhaltige Zukunft, in der die Menschen ihre Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland verringern und Arbeitsplätze im Bereich der Energieerzeugung finden. Neben der Energieproduktion sind auch die Themen der Energieeinsparung und einer klimagerechteren Mobilität wichtige Faktoren der Daseinsvorsorge im Landkreis Limburg-Weilburg.

"Region mit Energie"

Der Landkreis Limburg-Weilburg hat im Jahr 2007 den Arbeitskreis „Erneuerbare Energien“ gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Klimaschutzkonzept für die Region Limburg-Weilburg zu erstellen. Dieser Arbeitskreis besteht aus Bürgermeistern der Kommunen des Landkreises, dem Bezirksschornsteinfegermeister, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer, einem Fachbüro zur Planungsunterstützung, Mitgliedern des Umweltausschusses des Landkreises sowie von Mitarbeitern des Amtes für den Ländlichen Raum der Kreisverwaltung. Geleitet wird die Arbeitsgruppe vom Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung.

Im ersten Schritt wurden im Jahr 2008 die Potentiale der verschiedenen Energieträger im Landkreis ermittelt und dann in einer Potentialstudie veröffentlicht. Die Darstellung der Potentiale wurde auf alle Gemeinden des Landkreises heruntergebrochen.

Als zweiten Schritt hat sich die Arbeitsgruppe zum Ziel gesetzt, für die ermittelten Potentiale eine Umsetzungsstrategie zu erstellen. Diese wurde im Februar 2011 fertig- gestellt und veröffentlicht. Sie geht auf die regionalen Möglichkeiten der verschiedenen Energieträger ein und überprüft die Realisierbarkeit der Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020. Dabei wurden die mögliche CO2-Einsparung und auch die regionale Wertschöpfung ermittelt.  

Anfang des Jahres 2012 hat sich der Landkreis Limburg-Weilburg um die Fördermittel zur Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKK) beworben. Den Zuwendungsbescheid unter dem Förderkennzeichen FKZ 03KS3052 hat der Landkreis am 21. Juni 2012 erhalten.

Die Arbeitsschritte eines IKK enthalten

· eine fortschreibbare Energie- und CO2-Bilanz,
· eine Potenzialanalyse zu umsetzbaren Einsparpotenzialen, Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung Erneuerbarer Energien,
· Akteursbeteiligung durch Workshops
· Maßnahmenkatalog mit kurz-, mittel- und langfristig umzusetzenden Vorhaben und Aufgaben,
· Controlling zur Überprüfung der Erreichung der Klimaschutzziele
· Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit