Breitbandausbau im Landkreis

Breitbandoffensive kann starten

vom 25.05.2018

Bund und Land bewilligen 2,15 Mio. € für Glasfaseranschlüsse an Schulen, in Gewerbe- und Siedlungsgebieten 

Die 2. Stufe des Breitbandausbaus im Landkreis Limburg-Weilburg kann beginnen: Mit der Erteilung sog. „Bescheide über die abschließende Höhe“ haben der Bund und das Land Hessen dem Landkreis Limburg-Weilburg insgesamt 2,15 Mio. € an Fördermittel bewilligt. Noch vor den Sommerferien soll der Vertrag mit dem Netzbetreiber unterzeichnet werden und der offizielle 1. Spatenstich erfolgen. Landrat Michel hat hierzu Vertreter von Bund und Land sowie aus der regionalen Politik für Dienstag, 19. Juni 2018 an die Adolf-Reichwein-Schule in Limburg eingeladen. 

Nachdem in 2016 bereits der flächendeckende Breitbandausbau im Landkreis Limburg-Weilburg abgeschlossen wurde, hatte der Landkreis bereits den ersten Förderaufruf des Bundes genutzt und eine sog. Nachverdichtung angemeldet. Mit den jetzt bereitgestellten Fördermitteln wird die Breitbandversorgung in noch unterversorgten kleineren Siedlungsbereichen, unterversorgten Gewerbegebieten, Krankenhäusern, Verwaltungen und Schulen verbessert werden. Das besondere an dem Projekt ist, dass alle Schulen und Bildungseinrichtungen im Landkreis direkt mit Glasfaser ausgestattet werden. Damit wird die technische Grundlage für neue Bildungsangebote geschaffen. Der Landkreis Limburg-Weilburg ist damit einer der ersten Landkreise bundesweit, der die Schulen mit dieser zukunftsweisenden Infrastruktur ausstattet.

Landrat Manfred Michel begrüßt diese Entwicklung, wodurch eine wichtige Grundlage für die digitale Bildung an den Schulen im Landkreis gelegt werde: „Wir investieren in leistungsfähige Internetzugänge an Schulen für Lehrer und Schüler und unterstützen somit interaktive Lernaktivitäten. Der Medieneinsatz an unseren Schulen erhält eine deutlich bessere Qualität. Nun gilt es, durch Aus- und Weiterbildung medienbezogene Kompetenzen zu entwickeln, damit die Schüler konstruktive und interaktive Lernaktivitäten entfalten können.“ 

Der Landrat dankte auch dem Kreiskoordinator Breitband Martin Ruderdorf für die Abwicklung des komplexen Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens. „Mit Unterstützung von Bund und Land bauen wir unsere Spitzenposition in der zukunftsweisenden Breitbandversorgung weiter aus. Die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Landkreis, der Wirtschaftsfördergesellschaft und allen Städten und Gemeinden zahlt sich weiter aus.“

In den nächsten 18 Monaten werden in den Breitbandausbau rd. 3,4 Mio. € investiert. Die kreisangehörigen Städte und Gemeinde beteiligen sich mit rd. 240.000,- €.

Landkreis Limburg-Weilburg flächendeckend mit Breitband versorgt - Schnelles Internet für 44.000 Haushalte

10.06.2016, Limburg-Weilburg. 44.000 weitere Haushalte haben im Landkreis Limburg-Weilburg nun die Möglichkeit, sich an das Hochgeschwindigkeits-Internet anschließen zu lassen. Mittlerweile sind nach Angaben von Landrat Manfred Michel im Landkreis die vertraglich vereinbarten 95 Prozent der Haushalte mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 30 MBit pro Sekunde versorgt – und das gilt auch für die kleinen Dörfer.

„Die ersten Orte wurden bereits vor einem Jahr an das schnelle Netz angeschlossen. Der zehnte und letzte Bauabschnitt wurde in Weilmünster beendet“, so Landrat Michel stolz. Der Marktflecken war somit auch der richtige Ort für die große Abschlussveranstaltung. Das symbolische Drücken des Startknopfs nahmen der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Landrat Manfred Michel, Kreis-Bürgermeister-Sprecher Werner Schlenz, Kreis-Breitband-Koordinator Martin Rudersdorf sowie Telekom- und Ministeriumsvertreter vor.

Landrat Manfred Michel betonte in Weilmünster zudem, dass die Netzgeschwindigkeit bis 2018 weiter verdoppelt werden kann: „In unserem Landkreis werden auch sämtliche Schulen, Kranken- und Rathäuser an das Glasfasernetz angeschlossen. Diese Netzverdichtung bezuschusst der Bund mit 1,42 Millionen und das Land mit weiteren 1,2 Millionen Euro.“ Mit erkennbarem Stolz berichtete Landrat Michel im Bürgerhaus Weilmünster, dass innerhalb von nur zwei Jahren das Telekom-Netz im Landkreis mit neuester Technik aufgerüstet worden sei. Der Landkreis Limburg-Weilburg hat dafür zwei Millionen Euro in die Hand genommen, die 19 Kommunen, je nach Einwohnerzahl gestaffelt, zusammen 3,5 Millionen Euro. Und genau das freute den Landrat: „Ich bin froh darüber, dass alle 19 Städte und Gemeinden unseres Landkreises das Projekt unterstützt haben, obwohl einzelne Kommunen wie beispielsweise Limburg kostenlos zu einem schnellen Netz über die Telekom gekommen sind.“ Das Land Hessen hat die Kooperation des Landkreises Limburg-Weilburg mit seinen Kommunen mit 100.000 Euro belohnt, die Machbarkeitsstudie mit weiteren 50.000 Euro. Landrat Michel bezeichnete es als einen „Sechser im Lotto“, dass der frühere Beselicher Bürgermeister Martin Rudersdorf mit seiner Kompetenz das Projekt für den Landkreis als Breitband-Koordinator gemanagt habe. „Damit ist der Landkreis Limburg-Weilburg nun einer von insgesamt nur zwei hessischen Landkreisen mit einem flächendeckenden Breitband-Netz.“

Frank-Bothe, Leiter der Technik-Niederlassung Südwest der Telekom, die das Bauvorhaben als Vertragspartner des Landkreises federführend umgesetzt hat, geht davon aus, dass schon bald durch Vectoring-Technik bis zu 250 MBit Internet-Geschwindigkeit angeboten werden können.

„Wir haben schon vor Jahren erkannt, dass zukunftsfähige Infrastruktur auch in der Fläche nötig sein wird“, sagte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in Weilmünster. Architekten, Ingenieure oder Messebau-Schreiner seien zum Beispiel nicht in der Lage, erfolgreich zu agieren, wenn sie Baupläne nicht per E-Mail empfangen und versenden könnten. Das Ziel sei, bis 2018 eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet in Hessen zu haben. 72,1 Prozent der Haushalte seien bereits versorgt. Al-Wazir erklärte, dass es in Zeiten des freien Wettbewerbs nicht möglich sei, ohne Eigenbeteiligung flächendeckend an ein schnelles Internet zu kommen. Denn wenn sich Mitbewerber der Telekom in Ballungszentren „Rosinenstücke“ des Netzes angelten, könne von der Telekom nicht erwartet werden, dass sie in Landkommunen ohne Gewinnmöglichkeit kostenfrei alle Haushalte anschließe. Darum sei gerade die Solidarität im Landkreis Limburg-Weilburg bei diesem Projekt von entscheidender Bedeutung gewesen.

Werner Schlenz sagte als Sprecher der Bürgermeister des Landkreises, die kleinen Kommunen der Region hätten dieses Projekt nicht alleine stemmen können. Landrat Manfred Michel und Breitband-Koordinator Martin Rudersdorf sei daher für diese erfolgreiche und schnelle Umsetzung ein großes Lob auszusprechen.

Breitbandausbau im Landkreis Limburg-Weilburg liegt vor dem Zeitplan

20.03.2015, Limburg-Weilburg. - Der Breitbandausbau im Landkreis Limburg-Weilburg, der in enger Kooperation mit der Deutschen Telekom erfolgt, liegt aktuell rund zwei Monate vor dem vertraglich vereinbarten Bauzeitenplan. Dies stellen Landrat Manfred Michel gemeinsam mit dem Kreiskoordinator Breitband, Hr. Martin Rudersdorf, anlässlich eines Baustellentermins am 20. März 2015 in Weilburg mit großer Freude fest.

Nachdem aufgrund eines komplexen Vergabeverfahrens die Deutsche Telekom den Zuschlag für den Aufbau eines flächendeckenden Breitbandnetzes erhalten hatte, werden im gesamten Landkreis Limburg-Weilburg seit Juli vergangenen Jahres Glasfaserkabel verlegt sowie die entsprechenden Kabelverzweiger in den 19 kreisangehörigen Städten und Gemeinden „überbaut“. Damit wird sichergestellt, dass am sogenannten Kabelverzweiger eine Datenbandbreite von mind. 50 Mbit/s. vorliegt. Bezogen auf den Landkreis Limburg-Weilburg werden insgesamt 321 Kabelverzweiger mit Stromanschlüssen versorgt und an die Glasfasertrasse der Telekom angebunden. Insgesamt werden im Landkreis Limburg-Weilburg rund 220 km Glasfaserkabel zur Anbindung der neuen Multifunktionsgehäusen verlegt. Die Telekom stellt dabei 115 km vorhandene Leerrohre zur Verfügung. Der vom Landkreis beigestellte Tiefbau beschränkt sich insoweit auf 105 km. Bezogen auf die vertraglich definierte Ausbaufläche wird eine Breitbandversorgung von mind. 30 Mbit/s. sichergestellt. Der Landkreis Limburg-Weilburg ist damit einer der ersten Landkreise in Hessen, bei dem insbesondere der ländliche Raum mit schnellem Internet versorgt wird.

Martin Schulz, Projektleiter der Telekom und Martin Rudersdorf, zuständiger Kreiskoordinator Breitband, berichten, dass alle 10 Bauabschnitte im prognostizierten Bauzeitenplan liegen. Besonders wird die gute Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden gelobt; die Abstimmung der Kabeltrassen sowie der Standorte der Multifunktionsgehäusen erfolgt mit den Kommunen reibungslos, auch sind die Naturschutz- und Wasserbehörde des Landkreises eingebunden, soweit schutzwürdige Bereiche betroffen sind. Von den insgesamt 321 zu überbauenden Kabelverzweigern sind bereits knapp die Hälfte der Gehäuse gestellt und teilweise auch bereits technisch ausgestattet. Dabei werden sowohl für die Kabelverzweiger, die über das Kreisprojekt ausgebaut werden, als auch die Kabelverzweiger, die die Telekom marktgetrieben ausbaut vectoringfähig ausgestattet. Damit ist eine Verdoppelung der Datenbandbreite möglich, so dass den Kunden bis zu 100 Mbit/s. im Download angeboten werden können.

In 14-tägigen Baubesprechungen wird sichergestellt, dass diese wichtige Infrastrukturmaßnahme für den Landkreis im gesteckten Kosten- und Zeitrahmen abgewickelt wird. Landrat Michel freut sich besonders darüber, dass die Freigabe des ersten Bauabschnittes bereits im April für die Gemeinden Niederselters, Dauborn und Werschau erfolgt. Kurz darauf folgen Limburg- Ahlbach und dann Obertiefenbach.

Landrat Michel dankte Hr. Schulz und Hr. Rudersdorf für die professionelle Abwicklung des Projektes und unterstrich nochmals die Bedeutung des größten Infrastrukturprojektes, das es im Landkreis Limburg-Weilburg in Kooperation mit den Kommunen jemals gegeben habe. Hiervon würden alle Bürger und Unternehmen des Landkreises profitieren. Das Projekt sei von einem großen Anteil regionaler Wertschöpfung gekennzeichnet. Die Telekom investiert über 30 Mio. € in den Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis Limburg-Weilburg. Landkreis, Städte und Gemeinden steuern dabei einen Zuschuss von 5,5 Mio. Euro bei. Vor Freischaltung der Teilnetze würden die Bürger durch entsprechende Bürgerversammlungen informiert. Damit sei sichergestellt, dass das schnelle Netz auch genutzt werde, so Michel abschließend.

Mitte 2016 werden alle Haushalte über das schnelle Internet verfügen

19.07.2014, Limburg-Weilburg. - Mit dem symbolischen ersten Spatenstich in Hünfelden-Dauborn hat am 18. Juli 2014 der offizielle Breitbandausbau im Landkreis Limburg-Weilburg begonnen: Sechs Kilometer Glasfaser und 16 Multifunktionsgehäuse sorgen bis zum ersten Quartal 2015 für schnelle Internetanschlüsse im ersten Ausbauabschnitt. Für die rund 2.000 Haushalte in Hünfelden-Dauborn und Teilen von Brechen und Selters werden Datenübertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) möglich sein. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Die Deutsche Telekom hatte die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau für den Landkreis Limburg-Weilburg gewonnen. Der Breitbandausbau im Landkreis gliedert sich in zehn Ausbauabschnitte und soll bis Mitte 2016 abgeschlossen sein. Noch in diesem Jahr beginnen die Bauabreiten in Ahlbach, Beselich und Weilburg. Damit ist der Landkreis Limburg-Weilburg einer der ersten Landkreise in Hessen, der Bürger und Gewerbebetrieben flächendeckend mit leistungsstarken Internetanschlüssen versorgt. 

„Gut, dass es nun los geht“, sagt Landrat Manfred Michel: „Unsere Bürgerinnen und Bürger können es kaum erwarten, bis die schnellen Internetanschlüsse endlich zur Verfügung stehen. Hohes Tempo im Internet ist heute unverzichtbar – beruflich und privat. Mit dem Bau der Datenautobahn bleibt der durch A3, ICE und B49 verkehrlich gut erschlossene Landkreis weiter auf der Überholspur.“

„Wir liegen voll im Plan“, sagt Ulrich Adams, Vorstandsbeauftragter der Telekom für den Breitbandausbau in Deutschland beim offiziellen Spatenstich in Dauborn. „Dabei werden sich die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger in Grenzen halten. Wir werden immer in überschaubaren Abschnitten vorangehen. Am Schluss wird sich das Warten gelohnt haben“. 

Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s. Je näher die Glasfaserleitung an die Teilnehmeranschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Die Glasfaser transportiert das Datensignal bis zum Multifunktionsgehäuse (MFG), dem großen grauen Kasten am Straßenrand, einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Von hier aus wird das Signal über das Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. In den nächsten 24 Monaten werden im Kreisgebiet  rd. 250 dieser Kabelverzweiger mit Glasfaseranbindung ausgestattet. Wer in der Nähe dieser „grauen Kästen“ wohnt kann dann Datenbandbreiten von fantastischen 50 MBit nutzen. Die Telekom wird sicherstellen, dass 95% der Bevölkerung im gesamten Landkreis mit Datenbandbreiten von mindestens 30 MBit surfen können. Hierzu werden zusätzlich rd. 30 Kabelverzweiger aufgestellt. 

Das Glasfasernetz wird auch so gebaut, dass es künftigen Entwicklungen gerecht wird, wodurch auch die Vectoringtechnologie, die, soweit der rechtliche regulatorische Rahmen geschaffen ist, per Mausklick eingeschaltet werden kann. Auch ist bei Bedarf auch eine Erweiterung des Glasfasernetzes bis in die Haushalte möglich.

 „Erst vor zwei Monaten haben wir im Kreishaus einen Kooperationsvertrag mit der Telekom abgeschlossen und heute beginnen bereits die Bauarbeiten. Mit dem heutigen Spatenstich wird der Grundstein für ein sehr wichtiges Infrastrukturprojekt in unserem Landkreis gelegt, von dem alle Bürger und Unternehmen profitieren und das unseren Wirtschaftsraum nachhaltig stärken wird“, sagte Landrat Manfred Michel. Besonders stolz sei er darauf, dass es im Landkreis keine Zweiklassen-Gesellschaft in der Breitbandversorgung geben werde, sondern dass alle Orte das schnelle Netz erhielten.

Für Georg Matzner vom Hessischen Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hat das Limburg-Weilburger-Modell Vorbildcharakter für ganz Deutschland. Er sprach von einer sensationellen Gemeinschaftsleistung, die als „Blaupause für den Breitbandausbau“ in der gesamten Republik Verwendung finden könne.

Landrat Michel dankte den Kreisgremien, den Städten und Gemeinden sowie der Telekom Deutschland, die in beispielhafter Einmütigkeit das große Projekt gemeinsam geschultert hätten. Ebenso gebühre Dank dem Land Hessen Dank für den Zuschuss von 100.000 Euro.

Nicht zuletzt würdigte der Landrat den unermüdlichen Einsatz des Kreiskoordinators Martin Rudersdorf, der das gesamte Verfahren koordiniert habe und auch den Ausbau mit begleiten werde.