Keine Person gefunden

AGIL Team 2011

Bitte achten Sie auf Pressemitteilung in der Tagespresse oder sehen sie auf unserer Internetseite nach für nähere Hinweise zu Abfahrtszeiten und -Orten, Unkostenbeitrag und Anmeldungen. Änderungen vorbehalten.

Hier geht es zu den vergangenen Veranstaltungen.

GEO-Kanu-Tour führt „durch die Eiszeit“ von Runkel nach Limburg

Limburg-Weilburg. - Nach den beiden erfolgreichen GEO-Kanu-Exkursionen der Jahre 2009 und 2010 zwischen Weilburg, Fürfurth und Villmar, die unter den Schwerpunktthemen "Flussgeschichte(n)" und "Durch das Devon" standen, folgt in diesem Jahr nun die dritte und vorerst letzte Etappe der GEO-Touren auf der Lahn.

Für den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus ist das Lahntal zweifellos ein besonderes Highlight, das den Besuchern mannigfaltige und teils einzigartige Naturerlebnisse bietet. Wer in den Spuren zu lesen weiß, dem erlaubt die von der Lahn und unzähmbaren Kräften aus dem Erdinneren geschaffene Felskulisse tiefe Einblicke in die Erdgeschichte. Durch den Abbau von Gesteinen und Bodenschätzen wurden zudem zahlreiche künstliche „Fenster in die Vergangenheit“ geschaffen, was am Beispiel des Steedener Kalksteinbruchs eindrucksvoll zu sehen sein wird.  Nur unweit dieses Exkursionspunktes wurde jedoch ein weiteres erdgeschichtliches Fenster für immer zugeschlagen: Mit der Sprengung der Höhle „Wildscheuer“ im Jahr 1953 wurde eine der bedeutendsten altsteinzeitlichen Fundstellen Deutschlands für immer zerstört (s. www.mobileslandschaftsmuseum.de/Info/steeden.htm). Die dort geborgenen, teils einzigartigen eiszeitlichen und altsteinzeitlichen Funde bilden das Schwerpunktthema der diesjährigen Tour.

Treffpunkt für die am Samstag, 20. August 2011, um 9.30 Uhr beginnende und erneut von Eckart Mascus vom Amt für den Ländlichen Raum und Dr. Holger Rittweger vom Mobilen Landschaftsmuseum geleiteten Exkursion ist die Bootseinstiegsstelle in Runkel. Diese befindet sich hinter dem Runkeler Bahnhof, der entsprechende Parkmöglichkeiten bietet. Das Ablegen der Dreier-Kanus erfolgt nach Ausgabe der Boote, Schwimmwesten etc. und einer kurzen Einweisung.

Nach dem Passieren der Schleuse Runkel führt uns der Weg zunächst an Runkel-Steeden vorbei Richtung Dehrn. Von der Anlegestelle im Dehrner Hafen wandern wir zu einem stillgelegten Steinbruch der Fa. Schäfer-Kalk. Vor der imposanten Felskulisse bekommen wir eine gute Vorstellung vom Leben und Wirken unserer eiszeitlichen Vorfahren, können eigene Erkundungen anstellen und eine ausgedehnte Mittagspause genießen (Proviant erforderlich!). Nach einigen kurzen Infos zur später zu passierenden, auf einem mächtigen Kalksteinfelsen thronenden und sehr beeindruckenden Kirche von Dietkirchen marschieren wir zum Hafen zurück und paddeln weiter über Dietkirchen nach Limburg (Ankunftszeit ca. 14:15 Uhr;  Ausstieg beim Limburger Club für Wassersport im Eschhöfer Weg). Dort angekommen erwartet uns eine sehr schöne Aussichtsterrasse im Restaurant Riever (Roberto Cesare), wo entsprechende Tische reserviert werden. Die Rückkehr nach Runkel kann mit der Lahntalbahn vom Bahnhof in Limburg erfolgen (Abfahrt: 16:23, Ankunft Runkel: 16:33) oder individuell abweichend organisiert werden.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt; es gilt die Reihenfolge der Anmeldungen. Die Kanus werden vom Veranstalter angemietet. Die Teilnahme-Kosten betragen 20,00 Euro pro Person, Inhaber der Ehrenamtscard zahlen 10,00 €. Damit sind die Preise für die Kanus, Schwimmwesten und wasserdichte Tonnen abgedeckt; nicht enthalten sind die Kosten für die Rückfahrt mit der Bahn. Die Teilnahmekosten müssen vorab überwiesen werden. Weitere Informationen dazu werden bei der Anmeldung gegeben.

Alle Teilnehmer müssen geübte Schwimmer sein. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung oder Gewährleistung. Anmeldung (unbedingt erforderlich) und weitere Informationen unter Tel.: 06431/296-238 oder per Email: heimatstelle@limburg-weilburg.de .

AGIL-Team, Kreisverwaltung Limburg-Weilburg, Schiede 43, 65549 Limburg.

Geo-Kanu-Tour auf der Lahn: Auf den Spuren der Eiszeit

Tiefe Einblicke in die Erdgeschichte erhielten jetzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer ganztägigen Kanutour auf der Lahn, dem beliebtesten Paddelfluss Deutschlands. Gleichzeitig konnten sie nach ausführlichen Informationen über die Bundeswasserstraße und das Ökosystem Lahn und über den richtigen Umgang mit Kanu und Paddel die einzigartige Schönheit der Natur auf der knapp elf Kilometer langen Strecke von Runkel bis Limburg genießen. Bei einem Halt im Dehrner Hafen wanderten sie nach Steeden zu einem stillgelegten Steinbruch. Dort informierte sie der Leiter des Mobilen Landschaftsmuseums, Dr. Holger Rittweger, über die einzigartigen Fundstellen von Knochen und Zähnen aus der Altsteinzeit in den beiden ehemaligen Höhlen „Wildscheuer“ und „Wildhaus“, die 1953 für die Erweiterung des industriellen Kalkabbaus gesprengt und somit restlos zerstört wurden. Einig war sich die Gruppe darin, dass eine Rekonstruktion der Höhlen nicht nur aus wissenschaftlichen sondern auch aus touristischen Aspekten eine großartige Bereicherung für die gesamte Region wäre. Organisiert wurde die Exkursion auch in diesem Jahr wieder von der Arbeitsgruppe für Information und Landschaft (AGIL) des Landkreises Limburg-Weilburg, der neben Dr. Rittweger auch Eckart Mascus vom Fachbereich Ländlicher Raum und Dr. Marie-Luise Crone, Bernd Kexel und Marlis Zimmermann vom Referat für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises angehören.

Weitere Informationen auch unter www.mobileslandschaftsmuseum.de