Aktion zum Tag der gewaltfreien Erziehung in Bad Camberg


Freuten sich über den Tag der gewaltfreien Erziehung (links, von unten nach oben): Michaela Hanzlik, Patrick Martin, Jürgen Bambusek, Marina Lehn, Uwe Hannappel. Rechts, von unten nach oben: Jens-Peter Vogel, Maike Schaffer, Susanne Wenz-Erk, Melanie Eriksson.

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ So steht es seit dem Jahr 2000 in Paragraph 1631 Abs. 2 BGB. Seitdem konnten im Erziehungsverhalten vieler Eltern schon immense positive Veränderungen erreicht werden. Trotzdem erleben immer noch zu viele Kinder körperliche, seelische und sexualisierte Gewalt in der Familie, im weiteren Bekanntenkreis sowie auch im weiteren sozialen Umfeld.

Mit präventiven Angeboten möchten der Landkreis Limburg-Weilburg durch das „Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz“ sowie auch der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) des Kreisverbandes Limburg-Weilburg e.V. die gewaltfreie Erziehung weiter fördern. Diverse Angebote, wie zum Bespiel Erziehungskurse, Familienpatenschaften oder Willkommensmappen, werden im Rahmen der Frühen Hilfen für Eltern zur Verfügung gestellt. 

Mit einer gelungenen Veranstaltung wurden nun jedoch vor allem die Kinder gestärkt. Die Netzwerkkoordinatorin, Marina Lehn, organisierte eine Kinder-Comedy-Show mit Bauchredner Patrick Martin zur Prävention von sexueller Gewalt. Ziel dieser Show ist es, das Selbstbewusstsein von Kindern zu stärken und sie zu lehren, dass ihr Körper nur ihnen alleine gehört. Viele Kinder und Eltern folgten der Einladung zur Show und ließen sich von Patrick Martin und seinem Grünschnabel Eutrax „das große Nein-mal-Neins“ beibringen. 

Ein zusätzliches Zeichen für das Kinderrecht auf Schutz vor Gewalt setzten der Landkreis Limburg-Weilburg, der DKSB sowie der Bad Camberger Bürgermeister Jens-Peter Vogel. Sie hissten vor der Veranstaltung am Bad Camberger Rathaus eine Flagge mit der Aufschrift: „Kinder sind unschlagbar“.

Für Informationen bezüglich der bestehenden Angebote und für mögliche Anregungen kann man sich gerne an die Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen und Kinderschutz, Marina Lehn, Telefon 06431-296 804, E-Mail: m.lehn(at)limburg-weilburg.de, wenden.