Seniorenbeirat des Landkreises Limburg-Weilburg hat sich konstituiert - Wichtige Themen für ältere Menschen


Landrat Manfred Michel (links) mit dem neuen Kreisseniorenbeirat: Rechts neben ihm Vorsitzender Frank F. König und dessen Stellvertreter Harald Kalteier, Walter Planz und Bernd Michel (von links).

Limburg-Weilburg. Der neue Seniorenbeirat des Landkreises Limburg-Weilburg hat sich bei seiner ersten Sitzung im Kreishaus in Limburg konstituiert. „Unser Kreisseniorenbeirat besteht aus 18 Frauen und Männern, die von Wohlfahrtsverbänden, Seniorenvertretungen, Generationenhilfen, Arbeitskreisen und dem Mehrgenerationenhaus in Löhnberg vorgeschlagen wurden. Ich möchte Ihnen meinen herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in diesem Gremium aussprechen“, betonte Landrat Manfred Michel zu Beginn. Ganz besonders freute den Landrat, dass Ingeborg Droßard-Gintner, Siglinde Hahn und Thomas Zipp nach ihrer Tätigkeit im alten nun auch dem neuen Seniorenbeirat angehören und somit für eine Kontinuität in diesem Gremium stehen. Der erste Kreisseniorenbeirat hatte sich 1995 konstituiert. Der aktuelle Kreistag hatte die Satzung über die Bildung eines Seniorenbeirates überarbeiten lassen, was zu einer zeitlichen Verzögerung zwischen der Kommunalwahl 2016 und der nun erfolgten Konstituierung führte. Der Kreisseniorenbeirat besteht jeweils für den Zeitraum einer Legislaturperiode, also in diesem Fall bis zur nächsten Kommunalwahl in 2021.

Landrat Manfred Michel erläuterte, dass zentrale Themen in der politischen Arbeit der Kreisgremien die Jugend- und auch die Seniorenarbeit seien. „Es geht uns dabei um ein gutes Miteinander der Generationen. Natürlich wird der demographische Wandel natürlich auch in unserem Landkreis sichtbar“, so der Landrat. So lebten mit Stand 2016 rund 35.000 Einwohnerinnen und Einwohner, die 65 Jahre oder älter waren, im Landkreis Limburg-Weilburg. Und mit einem höheren Alter ist oftmals auch das Risiko verbunden, dass gesundheitliche Probleme vermehrt auftreten oder gar eine Pflegebedürftigkeit eintritt. Ende 2015 waren insgesamt 6.800 Menschen aus dem Landkreis Leistungsempfänger aus der Pflegeversicherung. „Zentrale Herausforderung für uns als Landkreis ist es, neben der gesellschaftlichen Partizipation der älteren Menschen auch eine gesundheitliche und pflegerische Versorgung sicherzustellen. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren vielfältige Maßnahmen ergriffen“, betonte Landrat Michel. Zu diesen Maßnahmen gehörten nach den Worten von Michel die Schaffung einer guten pflegerischen Infrastruktur. So verfügt der Landkreis über eine ausreichende Zahl an ambulanten Pflegediensten sowie Einrichtungen der Tages- und der Stationären Pflege. Gleichmäßig im gesamten Kreisgebiet verteilt, stehen diese Versorgungseinrichtungen bedarfsgerecht zur Verfügung. Der Landkreis hat in den vergangenen Jahren aber auch sein Beratungsangebot weiter ausgebaut. So finden die Bürgerinnen und Bürger Auskunft und Beratung im Pflegestützpunkt. Für die frühzeitige altersgerechte Anpassung der eigenen Wohnung oder des Hauses wurde eine Wohnberatungsstelle eingerichtet. Der stetig zunehmenden Bedeutung von Informationsangeboten über die vorhandenen pflegerischen Versorgungsmöglichkeiten wurde auf der Homepage des Landkreises Limburg-Weilburg mit einem eigenen Pflegeportal Rechnung getragen. Dort können sich die Menschen schnell und umfassend über die freien Pflegebetten in der Kurzzeit- und Dauerpflege in der Region informieren. Zusätzlich wurden auf diesem Portal weitere pflegerische Informationsangebote eingestellt. Zudem wurde 2016 der Seniorenwegweiser zum dritten Mal neu aufgelegt. „Alle diese Maßnahmen hat der Kreisseniorenbeirat sehr engagiert und konstruktiv begleitet und mitgestaltet. Ich hoffe und bin überzeugt davon, dass dies auch in der neuen Besetzung in den kommenden Jahren der Fall sein wird“, so Landrat Michel abschließend.

Abschließend wählte der Kreisseniorenbeirat Frank F. König (Arbeitskreis Ältere Mitbürger der Stadt Limburg) zu seinem neuen Vorsitzenden, seine Stellvertreter sind Walter Planz (Diakonisches Werk Limburg-Weilburg), Harald Kalteier (Generationenhilfe Hadamar) und Bernd Michel (Seniorenbeirat der Gemeinde Elz). Ferner gehören Rita Schäfer, Rüdiger Berg, Othmar Hicking, Manfred König, Brigitte Gruber, Georg Daniel Normann und Detlef Meuser aus den Wohlfahrtsverbänden, Ingeborg Droßard-Gintner und Judith Hautzel aus dem Kreistag sowie Bernd Schmidt, Thomas Zipp, Marion Kral, Siglinde Hahn und Bernd Deuster aus dem kommunalen Bereich dem Beirat an.