Elektromobilität im gewerblichen Umfeld


Ein BMW i3 von der Energieversorgung Limburg lädt im Limburger Altstadtparkhaus auf.

Limburg-Weilburg. Mobilität ist für viele Unternehmen überlebenswichtig, saubere Luft zum Atmen brauchen wir in unseren Städten. Um beides auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, bietet die Elektromobilität viele Chancen. Über den aktuellen Stand und die zukünftige Entwicklung im Pkw- und Transportbereich informierte das Klimaschutzmanagement des Landkreises Limburg-Weilburg zusammen mit der IHK Limburg. Der Vortragsabend fand in Kooperation mit der Fachstelle „Strom bewegt“ von der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA), der Kreishandwerkerschaft und der Wirtschaftsförderung in den Räumen der IHK Limburg statt.

„Die E-Mobilität und das autonome Fahren eröffnen neue Chancen, aber auch Risiken für unsere Gesellschaft“, so der Referent des Abends, Michael Schramek, Geschäftsführender Gesellschafter der EcoLibro GmbH, der im Auftrag der Fachstelle „Strom bewegt“ den fachlichen Input lieferte. „Unternehmen tun gut daran, sich jetzt darauf einzustellen“, sagte Schramek.

Ein betriebliches Mobilitätsmanagement ist die Grundlage für wirtschaftliche und strategische Entscheidungen. Angebote wie JobRad, JobTicket, Mobilitätskarte, Carsharing, Fahrradinfrastruktur, Werksbusse und Anreize, zu Fuß zu gehen, wirken sich zudem positiv auf die Motivation und die Gesundheit der Mitarbeiter aus. 

An der Veranstaltung nahmen Vertreter aus dem produzierenden Gewerbe, dem Dienstleistungssektor, der Finanzdienstleistung und von unterschiedlichen Energieversorgern teil. Sie staunten über die Vielzahl der Fahrzeuge, die bereits am Markt verfügbar sind und mit zunehmend höheren Reichweiten von bis zu 300 Kilometern teilweise ab 25.000 Euro zu bekommen sind. Unternehmen, die in Limburg ansässig sind, profitieren zusätzlich von dem Förderprogramm der Stadt für gebrauchte Elektrofahrzeuge, Umbausätze und Ladestationen. Informationen erhalten sie bei der Energie- und Klimaschutzbeauftragten der Stadt Limburg, Kathrin Bieniek. „Die Kreisverwaltung Limburg-Weilburg hat die ersten Gehversuche mit Hybriden bereits hinter sich und plant nun die Anschaffung einiger rein elektrisch fahrender Autos für die Fahrzeugflotte“, so der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung bei der Diskussion im Anschluss an die Vorträge. Abgerundet wurde der Abend mit Praxiserfahrungen von E-Fahrzeugnutzern am Beispiel eines BMW i3 von der Energieversorgung Limburg und eines Transporters Nissan e-NV 200 der Firma August Strecker GmbH & Co. KG Elektro-Schweißmaschinen-Fabrik aus Limburg. Unternehmer, die mehr zum Thema Elektromobilität wissen möchten, können sich an die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Limburg-Weilburg wenden, die 2016 vom Land Hessen als eLotsin ausgebildet wurde.

Kontaktdaten Klimaschutzmanagement des Landkreises Limburg-Weilburg: Verena Nijssen, region-mit-energie(at)limburg-weilburg.de, Telefon: 06431 / 296-828.

 

Der Landkreis Limburg-Weilburg engagiert sich seit über zehn Jahren für den Klimaschutz, seit 2016 ist das Klimaschutzmanagement in der Verwaltung als eigene Stelle verankert, um die Maßnahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes des Landkreises umzusetzen. Ziel ist es, den Klimaschutz neben der Mobilität auch in den Bildungsbereich, die Verwaltung, Leben und Wohnen und die Unternehmen einfließen zu lassen.