Jugendberufshilfe Limburg-Weilburg auf Erfolgskurs


Limburg-Weilburg. - Die Förderphase zum ESF-Modellprogramm JUGEND STÄRKEN im Quartier endet am 31. Dezember 2018. Die Verantwortlichen blicken auf eine erfolgreiche Zeit zurück und streben eine weitere Förderphase an.

Wie Landrat Manfred Michel mitteilt, gestalten der Landkreis Limburg-Weilburg und die Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung (GAB) gemeinsam seit September 2015 das Projekt „Jugendberufshilfe Limburg-Weilburg“. Das Projekt ist Teil des ESF-Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“. 

Das Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wird seit Jahresbeginn 2015 zunächst für vier Jahre in bestimmten Stadt‐und Ortsteilen von 185 Kommunen in 15 Bundesländern umgesetzt. Dafür stehen rund 115 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 5 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung.

Das ressortübergreifende ESF‐Vorhaben unterstützt junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf mit aufsuchender Arbeit, Beratung und Einzelfallhilfe (Jugendsozialarbeit). Ziel ist, individuelle Hürden auf dem Weg Richtung Ausbildung und Arbeit zu überwinden und eine schulische, berufliche und soziale Integration zu ermöglichen. Informationen zum Programm finden sich unter www.jugendstaerken.de.

Das Amt für Jugend, Schule und Familie und die GAB haben gemeinsam im September 2015 das Projekt für den Landkreis gestartet. Bis Juni 2018 haben insgesamt 125 junge Menschen im Alter von 16-26 Jahren am Projekt teilgenommen bzw. sind derzeit noch im Projekt aktiv. Von allen Teilnehmenden sind 43 weiblich und 82 männlich. 75 junge Menschen haben einen Migrationshintergrund, sind ausländischer Herkunft oder Angehörige von Minderheiten.

97 Junge Menschen haben das Projekt mittlerweile beendet. In Kooperation mit verschiedenen Trägern, Verbänden und Wirtschaftsbetrieben wurden von diesen jungen Menschen bis Ende Juni 81 junge Menschen in eine schulische Maßnahme vermittelt, haben eine Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen oder haben einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz erhalten. 

Auf diese Erfolgsquote ist der Landrat besonders stolz. „Diese jungen Menschen haben ihre Chance innerhalb des Projektes im Übergang von der Schule in den Beruf ergriffen oder weitere Perspektiven gefunden. Der Erfolg basiert auf einem funktionierenden Case-Management und ein weit gestreutes kommunales Netzwerk. Ohne dieses Netzwerk wäre vieles nicht möglich gewesen.“ Das Amt für Jugend, Schule und Familie und die GAB streben aufgrund dessen an, das Projekt über das Jahr 2018 hinaus fortzuführen. Die entsprechende Interessenbekundung für die nächste Förderperiode, die sich bis Mitte 2022 erstreckt, ist gegenüber dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BaFzA) kommuniziert worden. 

Auskunft zum Projekt erteilt Herr Christian Stokuca, Fachdienst für Grundsatzangelegenheiten im Amt für Jugend, Schule und Familie, Telefon: 06431/296-759.