Landrat Manfred Michel eröffnet Musikpavillon am Philippinum in Weilburg - Die „Lahnphilharmonie“ öffnet ihre Pforten


Landrat Manfred Michel eröffnete den neuen Musikpavillon am Gymnasium Philippinum in Weilburg.

Weilburg. Landrat Manfred Michel hat den neuen Musikpavillon am Gymnasium Philippinum in Weilburg offiziell eröffnet. Musik hat am Weilburger Gymnasium einen hohen Stellenwert. Dies wurde auch während der Feierstunde zur Eröffnung des hochmodernen Baus deutlich.

Manfred Michel hob in seiner Ansprache die mit 367 Euro pro Kubikmeter bei einem Gesamtvolumen von 3275 Kubikmetern preisgünstige Bauweise hervor. Zuletzt saßen die Musikklassen noch im Obergeschoss des Spielmannbaus, während das Erdgeschoss bereits für die Bedürfnisse der Christian-Spielmann-Schule, die in der zweiten Jahreshälfte einziehen soll, umgebaut wurde. Mit der Schließung der Stadthalle in Weilburg war der Schule ein wichtiger Aufführungsort weggebrochen. 

„In dem einstöckigen Neubau, der in der Verlängerung der Mensa errichtet wurde, stehen dem Fachbereich drei Musikräume zur Verfügung, von denen zwei zu einem Veranstaltungsraum mit integrierter Bühne zusammengelegt werden können. Bis zu 200 Besucher finden hier Platz. Außerdem befinden sich in dem 25 Mal 25 Meter großen Gebäude ein Bühnennebenraum, ein Stuhl- sowie ein Instrumentenlager, ein Technikraum und ein Foyer“, erläuterte Landrat Manfred Michel während seiner Ansprache zur Eröffnung.

Die Bedingungen seien im Neubau ausgezeichnet. Wie gut die Akustik ist, davon konnten sich die Gäste bei der Einweihung selbst überzeugen. Neben dem Philippinum-Orchester traten die Philippinum Voices, der Philippinum-Chor und eine Theatergruppe der Schule auf. Und bei diesen Klängen sprach Landrat Michel im Anschluss auch in Anspielung an den neuen Musikbau in Hamburg von der „Lahnphilharmonie“ am Philippinum in Weilburg.

Mit der Einweihung der Mensa und des naturwissenschaftlichen Traktes im Jahr 2012 seien alle davon ausgegangen, dass die Arbeiten am Gymnasium abgeschlossen sind, sagte Schulleiter Stefan Ketter. Der Kreistag Limburg-Weilburg aber beschloss im Jahr 2015, die Christian-Spielmann-Schule in den Spielmannbau zu legen. Das 40 Jahre alte Gebäude wurde bisher vom Gymnasium für Musik- und Kunstunterricht genutzt. Während der Kunstunterricht mittlerweile im Hauptgebäude integriert werden konnte, gebe es beim Fachbereich Musik besondere Anforderungen, sagte Ketter. 

„Wir als Landkreis und Schulträger haben uns konsequenterweise für einen Neubau entschieden“, so Landrat Manfred Michel. 1,45 Millionen Euro kostet der Bau insgesamt, 245.000 Euro fielen für den Austausch des Bodens und die Verlegung einer Gasleitung an. „Der Neubau ist ein Prunkstück“, betonte der Landrat. Und die Investition lohnt sich: Seit 1990 hat es am Gymnasium Philippinum mehr als 100 musikalische Produktionen gegeben, an denen etwa 10.000 Schüler beteiligt waren. Mit dem neuen Bühnenraum können die Lehrer das Potenzial der Schüler nun natürlich noch besser ausschöpfen. Die ersten Aufführungen auf der neuen Bühne werden Carl Maria von Webers Oper „Freischütz“ in zwei Wochen sowie zum Schuljahresende „Aladdin“ sein.