Landrat Manfred Michel und Erster Kreisbeigeordneter Helmut Jung informieren - Landkreis unterstützt Starkregen-Opfer


Limburg-Weilburg. „Der Landkreis Limburg-Weilburg hat unmittelbar nach dem Unwetter am 5. Juli 2018 und der damit verbundenen Starkregenfälle in Runkel, Villmar, Weilmünster und Weinbach reagiert und gehandelt.“ Dies betonte Landrat Manfred Michel in einem Pressegespräch gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung.

Zur Milderung außergewöhnlicher Notlagen wurde beim Regierungspräsidium Gießen gemäß den Richtlinien für die Gewährung staatlicher Finanzhilfen bei Elementarschäden ein Antrag auf Einleitung einer Finanzhilfeaktion gestellt. Eine staatliche Finanzhilfeaktion setzt voraus, dass auf überörtlicher Ebene schwere Schäden bei einem größeren Personenkreis aufgetreten sind, die die Betroffenen weder aus eigener Kraft noch durch die sachlich gebotene Eigenvorsorge wie beispielsweise Versicherungen beseitigen können. Der Kreisausschuss hat in solchen Fällen binnen einer Woche seinen Antrag beim Regierungspräsidium zu stellen. „Eine innerhalb dieser Frist erfolgte Abfrage bei den betroffenen Kommunen ergab eine grobe Schadenshöhe von 500.000 Euro“, so Landrat Michel.

Basierend auf diesem Antrag des Landkreises Limburg-Weilburg, wurde durch das Regierungspräsidium Gießen im Einvernehmen mit dem für den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz zuständigen Ministerium am 30. Juli 2018 die Einleitung einer Finanzhilfeaktion beschlossen. „Diese Finanzhilfe kann zur Behebung von Schäden an landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betrieben, an gewerblichen Betrieben sowie an Gebäuden und Hausrat bei Privatgeschädigten gewährt werden. Sie wird denjenigen Geschädigten gewährt, die durch das Schadensereignis unverschuldet in eine außergewöhnliche Notlage geraten sind, die sie aus eigener Kraft in absehbarer Zeit nicht beseitigen können. Schäden unter 5.000 Euro können nicht berücksichtigt werden“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung.

Wichtig: Die Anträge sind innerhalb einer Frist von einem Monat nach Bekanntgabe der Finanzhilfeaktion bei der jeweiligen Kommune oder der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg, Fachdienst Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz, einzureichen. Die Frist endet in diesem Fall also am 30. August 2018. Die Antragsformulare stehen auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Gießen als Anlage zu den Elementarschäden-Richtlinien zum Download zur Verfügung (https://rp-giessen.hessen.de/inneres-arbeit/kommunalaufsicht/elementarschäden). Weitere Informationen können über Kreisbrandinspektor Georg Hauch bei der Kreisverwaltung unter Telefon 06431 / 296-9601 angefragt werden.

Der nächste Schritt ist nach den Worten des Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung nun die Bildung einer Kommission, die jeden einzelnen Schaden besichtigt und begutachtet. Kommt es dann zu einer Finanzhilfe, zahlt das Land 70 Prozent, den Rest teilen sich Landkreis und jeweilige Kommune.