Das neue Oberlahnbad des Landkreises in Weilburg wird am 6. Oktober eröffnet - Landrat Michel: Ein Kracher für die Region Oberlahn


Die neue Mannschaft des Oberlahnbades freut sich mit Landrat Manfred Michel (Vierter von links) auf die Eröffnung am 6. Oktober.

Dana Meister (links) und Thorsten Roth (rechts) aus der Geschäftsführung des neuen Oberlahnbades mit Landrat Manfred Michel.

Limburg-Weilburg. „Unser neues Oberlahnbad wird am 6. Oktober eröffnet. Es umfasst zwei Becken, großzügige Liege-Terrassen, mehrere Saunen, einen eigenen Ruheraum und natürlich ein Bistro – kurzum: Das neue Kreishallenbad ist ein Kracher, den der Landkreis Limburg-Weilburg der Oberlahn-Region bietet.“ Dies betonte Landrat Manfred Michel bei einem Ortstermin im Weilburger Hallenbad.

Zweieinhalb Jahre nach dem Abriss des alten Kreishallenbades soll der Neubau am 6. Oktober für die Allgemeinheit öffnen. Zwischen Lahnufer, Oberlahnbrücke und Bahnhof hat sich in dieser Zeit viel getan. Die Fassade ist aus Holz, Glas und Kupfer, zur Lahn hin wurde eine großzügige Terrasse errichtet, die ausreichend Platz für Liegestühle bietet, die die Badegäste mieten können. „Das Gelände soll aber auch Wanderern, Radfahrern und Kanufahrern offenstehen. Sie können das in den Gebäudekomplex integrierte Bistro nutzen, ohne das Schwimmbad selbst betreten und Eintritt zahlen zu müssen. Die tolle Außenterrasse lädt zum Sonnenbaden ein“, erläuterte Landrat Michel. Und Architekt Matthias Losacker ergänzte: „Das neue Kreishallenbad ist für den ganzjährigen Betrieb konzipiert.“

Kernstück des Gebäudes ist das 25-Meter-Schwimmbecken mit vier Bahnen. Nebenan gibt es ein acht mal acht Meter großes Multifunktionsbecken, das mit einem besonderen Clou aufwartet: Der Boden lässt sich mittels spezieller Hydraulik stufenlos bis zu 1,50 Meter Wassertiefe absenken. „Ideal für Kinder und Familien“, meinte Thorsten Roth dazu, der Geschäftsführer der Kreishallenbad GmbH. Bei Bedarf können auf dem Beckenboden Spielgeräte aufgeschraubt werden, sodass dieser Bereich beispielsweise für Kindergeburtstage nutzbar wird. Wärmebänke zum Ausruhen und unterschiedlich groß gestaltete Fenster, die einen wunderschönen Blick auf die Oberlahnbrücke und die Stadt eröffnen, sind ebenfalls vorhanden. 

Auch der Saunabereich wurde ansprechend gestaltet. Auch dieser Bereich ist vom Bistro aus erreichbar, das damit laut Architekt Losacker die Funktion eines „Herzstücks des Bades“ hat. Dort können die Gäste zwischen einem Dampfbad und einer Panoramasauna wählen, die einen herrlichen Ausblick auf die Lahn bietet. Im Stockwerk darüber befindet sich ein Ruhebereich, der ein besonderes Schmankerl bietet: Hängende Liegestühle, die ein entspanntes Schaukeln ermöglichen.

Die Entscheidung, ein neues Kreishallenbad zu bauen, war so zunächst nicht geplant, denn eigentlich sollte das alte Bad saniert werden. „Doch erwiesen sich die Betonfundamente als derart marode, dass wir uns schließlich für einen Neubau entschieden haben“, so Landrat Manfred Michel. 

Den laufenden Badbetrieb organisiert und erledigt in den ersten beiden Jahren nach der Eröffnung eine professionelle Betreibergesellschaft. „Davon versprechen wir uns in der Gesellschafterversammlung optimale Transparenz der Einnahmen und Ausgaben, auf deren Grundlage der Bedarf für die Zukunft ermittelt werden kann. Dabei behilflich ist ein vollautomatisiertes Kassen- und Buchungssystem. Der Badegast erhält ein Armband mit einem Chip, auf dem sämtliche getätigten Ausgaben – vom Eintrittspreis bis zur Currywurst – erfasst werden. Das neue Oberlahnbad kostet insgesamt 10,6 Millionen Euro.