Treffen der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises - Wichtige Themen für die Frauen


Anke Völker (Hünfelden), Anastasia Begert (Löhnberg), Cornelia Krämer (Brechen), Simone Michel (Landgericht), Madlen Wagner (Brechen), Heike Böcher (Kommunale Frauenbeauftragte Bad Camberg), Marion Opl (Bad Camberg), Bürgermeister Jens-Peter Vogel, Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff, Sabine Abel (Jobcenter), Marianne Bennewitz (Runkel), Gerlinde Keßler (Naspa) und Bärbel Stath (Bad Camberg, von links) beim Treffen der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

Limburg-Weilburg. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Städte, Gemeinden und Behörden im Landkreis Limburg-Weilburg, die nach dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz in den Verwaltungen arbeiten, haben sich zu einem regionalen Austausch getroffen. Bei ihrem gemeinsamen Arbeitstreffen wurden die „internen“ Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten von Bürgermeister Jens-Peter Vogel im Rathaus in Bad Camberg empfangen. Bürgermeister Vogel stellte in der Sitzung die neue Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Marion Opl vor, die seit wenigen Tagen im Amt ist. 

Die Kreisfrauenbeauftragte und Leiterin des Arbeitskreises, Ute Jungmann-Hauff, überreichte ein Exemplar des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes, verbunden mit der Bitte, Gleichstellungsfragen, Chancengleichheit und Frauenförderung im Rathaus zu unterstützen. Bürgermeister Vogel hatte sich genügend Zeit eingeplant, um mit den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Umsetzung des Gesetzes zu diskutieren. 

Die Frauen-und Gleichstellungsbeauftragten kritisierten hinsichtlich des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes, dass im Öffentlichen Dienst erst ab 50 Beschäftigten eine Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte bestellt werden muss. „Im Landkreis Limburg-Weilburg müssen einige Rathäuser somit keine Frauenbeauftragte bestellen, so die Kreisfrauenbeauftragte, und das Gesetz müsse somit dort nicht umgesetzt werden. „Es finden keine Beteiligungen wie die des Personalrats bei der Personalfindung, bei der Besetzung von Leitungsfunktionen, bei Beförderungen/Höhergruppierungen, Kündigungen, Organisationsveränderungen, Arbeitszeitgestaltung oder Gremienbesetzung statt“, betonte Ute Jungmann-Hauff, die ergänzte: „Wir raten den Beschäftigten auch in kleineren Rathäusern, sich für die Umsetzung des Gleichberechtigungsgesetzes stark zu machen, denn eine Frauenbeauftragte kann auch bei weniger als 50 Beschäftigten bestellt werden“, so die einstimmige Meinung des Gremiums. Die Umsetzung von Chancengleichheit am Arbeitsplatz, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder die Flexibilisierung der Arbeitszeiten dürfe nicht blockiert werden.