Erneute Amnestieregelung zur straffreien Abgabe von illegalen Waffen und illegaler Munition bis 1. Juli 2018


Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung teilt mit, dass im Juli 2017 Änderungen des Waffengesetzes in Kraft getreten sind. Unter anderem wurde auch eine sogenannte Amnestieregelung eingeführt. Bis zum 1. Juli 2018 können Besitzer von erlaubnispflichtigen Waffen oder Munition, die diese Gegenstände ohne die erforderliche waffenrechtliche Erlaubnis besitzen, diese straffrei bei der zuständigen Waffenbehörde oder der Polizei abgeben. Auch bestimmte Munition beziehungsweise Geschosse, beispielsweise solche mit Hartkern, die nach der Änderung des Waffengesetzes nicht mehr erlaubt sind, können straffrei abgegeben werden.

Sollten Personen noch Gegenstände besitzen, die bereits durch frühere Änderungen des Waffengesetzes verboten wurden, ohne dass der Besitzer sich darüber bewusst ist, beispielsweise Fallmesser, Butterflymesser, Schlagringe etc., können auch diese Gegenstände straffrei abgegeben werden.

Die neue Amnestieregelung ist befristet und endet am 1. Juli 2018.

Jeder Besitzer von Waffen und Munition sollte sich darüber bewusst sein, dass der illegale Besitz solcher Gegenstände eine Straftat darstellt und erhebliche Strafen nach sich ziehen kann. Unabhängig von der Amnestieregelung, besteht weiterhin die Möglichkeit, auch Waffen, für die der Besitzer zwar eine waffenrechtliche Erlaubnis besitzt, aber keine Verwendungsmöglichkeit mehr hat, bei der Waffenbehörde kostenfrei abzugeben. Abgegebene Waffen und Munition werden durch die Waffenbehörde einer ordnungsgemäßen Vernichtung zugeführt.

Der Transport von Waffen und Munition ist mit Gefahren verbunden. Schusswaffen sind daher von den Waffenbesitzern entladen zu transportieren, das heißt, die Munition beziehungsweise Magazine müssen entnommen werden. Hieb-, Stoß- oder Stichwaffen sind durch den Besitzer in geeigneter Weise zu verstauen beziehungsweise zu verpacken 

Bei Fragen stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Waffenbehörde gerne zur Verfügung.

Die Waffenbehörde beim Landkreis Limburg-Weilburg ist unter den Rufnummern 06431 296-429 oder -535 oder der E-Mail-Anschrift waffenbehoerde(at)limburg-weilburg.de zu erreichen. Die Büros der Waffenbehörde befinden sich in der Gartenstraße 1 in 65549 Limburg.

Vor dem Besuch der Waffenbehörde ist eine vorherige Terminvereinbarung dringend zu empfehlen. Die regulären Sprechzeiten sind montags bis freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14 Uhr bis 17 Uhr.

Die Abgabe von Waffen oder Munition, die unter die beschriebene Amnestieregelung fallen, ist auch bei den örtlich zuständigen Polizeidienststellen möglich. Die Polizeidienststelle in Limburg ist unter 06431 91400 zu erreichen, in Weilburg unter 06471 93860.