Landrat Manfred Michel übergibt Gisela Schneider den Landesehrenbrief

Was für eine Leistung: 150 Jahre Ehrenamt


Bürgermeister Horst Kaiser (links) und Landrat Manfred Michel (rechts) freuen sich mit Ehemann Walter über den Landesehrenbrief für Gisela Schneider.

Großer Bahnhof im Historischen Rathaus in Elz: Für ihr ehrenamtliches Engagement im Frauenchor, Sängerkreis, Notfallkomitee, Kulturkreis, SV Rot-Weiss Hadamar und bei der Senioren-Union Hadamar überreichte Landrat Manfred Michel Gisela Schneider den Landesehrenbrief.

Gisela Schneider ist keine Frau, die große Worte um ihr Engagement macht. Statt zu reden, packt sie lieber an. Und dies tut sie auf mehr als eindrucksvolle Art und Weise: Auf rund 150 Jahre Ehrenamt käme Gisela Schneider, wenn alles zusammenaddiert wird. Da sind 35 Jahre Schriftführerin im Komitee Notfallhilfe Limburg, 25 Jahre Schriftführerin im Frauenchor Elz, 21 Jahre Vorstandsarbeit im Kulturkreis Elz, acht Jahre Schriftführerin im Sängerkreis Limburg, neun Jahre im Vorstand des SV Rot-Weiss Hadamar, Abteilung Lauftreff, sowie 50 Jahre Vorstandstätigkeit in ihrem Jahrgang 1942/43.

Schneider habe sich nicht nur um Elz, sondern um den gesamten Landkreis Limburg-Weilburg verdient gemacht, so Landrat Manfred Michel. Sie sei stets eine helfende Hand gewesen, ausgestattet mit einem sehr guten Organisationstalent. „Ehrenamt hält jung“, so Michel, und Gisela Schneider sei eine junge, wilde Seniorin. „Du hast die Hände nie in den Schoß gelegt“, so der Landrat weiter. Gisela Schneider habe eine freundliche Art, andere Menschen mit ihrem Elan anzustecken und mitzuziehen. Sie sei eine Frau mit Dampf, ein Energiebündel, eine Frau mit vielen Ideen.

Bürgermeister Horst Kaiser verlieh Gisela Schneider im Anschluss den Ehrenteller der Gemeinde Elz und Sängerkreis-Vorsitzender Gerhard Voss ernannte sie zum Ehrenmitglied des Sängerkreises Limburg.

Gisela Schneider zeigte sich sehr bewegt von dieser Auszeichnung. Als sie das erste Mal hörte, dass sie geehrt werden sollte, sei sie ziemlich überrascht gewesen und habe kritisch hinterfragt, wie man auf sie käme. „Erst langsam ließ ich mich davon überzeugen, dass ehrenamtliches Handeln auch anerkannt werden sollte“, so die 75-Jährige. Es sei wichtig, sich in kulturtreibenden, sportlichen oder sozialen Vereinen zu engagieren. „Der Staat könne ohne das Ehrenamt nicht existieren“, ist sich Schneider sicher. Und falls es noch eines Beleges für ihr ehrenamtliches Engagement bedurft hätte, stellte sie sich nur einen Tag nach der Überreichung des Landesehrenbriefs für einen Vorstandsposten bei der Senioren-Union Hadamar zur Verfügung. Gisela Schneider ist eben auch mit 75 ein echtes Vorbild.