Landrat Manfred Michel freut sich über eine großartige Siegerehrung in Dorndorf

Diese Dörfer haben eine tolle Zukunft


Landrat Manfred Michel (Fünfter von rechts) freute sich gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der siegreichen Orte des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.

Eine großartige Abschlussveranstaltung des Regionalentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“ erlebten etliche Besucherinnen und Besucher in der proppenvollen Dorndorfer Mehrzweckhalle. Das gefiel auch Landrat Manfred Michel, der sich sehr für diesen Wettbewerb engagiert und auch bei der Begehung durch die Kommission im Sommer mit von der Partie war. Das Amt für den Ländlichen Raum, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz aus der Kreisverwaltung hatte die Organisation dieses Regionalentscheides übernommen.

Landrat Manfred Michel sieht in dem Wettbewerb eine große Chance, die Region attraktiver zu machen. „Wir müssen etwas unternehmen gegen Landflucht“, sagte Michel. „Wir müssen unsere Zukunft gestalten und Heimat generieren.“ Dafür erhielt der Landrat großen Applaus.

Weil in Lich-Muschenheim, dem Siegerdorf des Regionalentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“, das Bürgerhaus gerade neu gebaut wird, durfte das zweitplatzierte Dorndorf zur Abschlussfeier einladen. Die Mehrzweckhalle platzte mit mehr als 400 Besucherinnen und Besuchern aus allen Nähten, als Norbert Weil aus Muschenheim und der Dorndorfer Ortsvorsteher Markus Jung einen überaus unterhaltsamen Nachmittag eröffneten, der bereits um 11 Uhr begonnen hatte. Der Musikverein Muschenheim spielte und Markus Jung betonte gleich zu Beginn in der ihm eigenen sympathischen Art: „Ihr seid unsere Lieblingsmenschen, denn ohne Euch wäre diese Veranstaltung und auch die Teilnahme an diesem tollen Wettbewerb nicht möglich gewesen.“ Damit bedankte er sich bei den Anwesenden aller teilnehmenden Dörfer. Sie alle haben durch ihre Ideen und ihren großartigen Einsatz ihr jeweiliges Dorf ohne Frage ein Stück weit lebenswerter gemacht.

„Nicht nur reden, sondern mitmachen“, wie es Kommissionsleiterin Claudia Kühn formulierte, darauf kam es bei diesem Wettbewerb an. Ihr sechsköpfiges Team sei in zwei Wochen rund 1700 Kilometer gefahren, habe jeweils zwei Stunden an zehn Orten verbracht und am Ende nochmals fünf Stunden zusammengesessen. In einem kleinen Rückblick fasste Kühn die Besonderheiten der Dörfer zusammen. In Dorndorf habe ihr besonders das Miteinander von Jung und Alt gefallen. Durch die Lage direkt am Blasiussteig und mit dem Steinbruch gebe es ein Zukunftsprojekt mit Entwicklungspotenzial für den Ort.

Das fünftplatzierte Hintermeilingen steche hervor durch seine 74 Betriebe und 24 Dienstleister, seine 250 Vogelschutzkästen der Nabu-Gruppe und das Familienzentrum für alle Generationen, das einen Sonderpreis erhielt. Frickhofen sei besonders, weil es dort gelinge, leerstehende Gebäude neu zu nutzen. Das Dorf habe eine Infrastruktur, die keine Wünsche offen lasse, und zurzeit entstehe dort ein Seniorenzentrum. In Aumenau sei die idyllische Lage an der Lahn hervorzuheben, die alten, liebevoll restaurierten Gebäude sowie der schöne Hofladen. In Offheim lobte Kühn das riesige Engagement zur 800 Jahr-Feier, den wunderschönen Ortskern sowie den aktiven Kindergarten und die Grundschule. Alle genannten Orte aus dem Landkreis hätten eine besonders engagierte Freiwillige Feuerwehr. Aber sie wies auch darauf hin, dass damit die Arbeit nicht getan und erledigt sei, sondern diese Teilnahme Ansporn für weitere Anstrengungen sein sollte.

Die Gießener Landrätin Anita Schneider sagte, der Wettbewerb sei nicht nur ein Gewinn für die Erstplatzierten, sondern für alle teilnehmenden Orte. Die Bürger hätten sich mit ihren Dörfern auseinandergesetzt, Ideen entwickelt und auf die Strecke gebracht. Durch den Wettbewerb könnten die Orte voneinander lernen und gute Ideen aus anderen Regionen aufnehmen.

Ein überaus unterhaltsames Rahmenprogramm rundete einen wunderschönen Nachmittag im Westerwald ab. Muschenheim und Dorndorf – also die beiden Erstplatzierten des Wettbewerbs – haben sich für den Landeswettbewerb qualifiziert.