Umweltpreis 2017 ist mit 2.000 Euro dotiert – Bewerbungen sind ab sofort möglich

Engagement für nachhaltige Zukunftsentwicklung im Landkreis Limburg-Weilburg wird gewürdigt


„Gemeinsam eine nachhaltige Zukunft schaffen“, so lautet das Motto des Umweltpreises des Landkreises Limburg-Weilburg 2017.

Der Kreistag des Landkreises Limburg-Weilburg hat sich auf Vorschlag des Ausschusses für Umweltangelegenheiten und Energieversorgung dem Thema „Gemeinsam eine nachhaltige Zukunft schaffen“ zugewandt und es zum Motto für die Vergabe des Kreisumweltpreises des Jahres 2017 gewählt.

Der Umweltpreis geht auf eine Initiative des Kreistages zurück und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro dotiert. Dieses kann auch an mehrere Empfänger aufgeteilt werden. Nur solche Maßnahmen und Aktivitäten finden Berücksichtigung, die freiwillig und uneigennützig erbracht werden. Leistungen in Erfüllung gesetzlicher Pflichten oder in Ausübung beruflicher oder gewerbsmäßiger Zwecke werden deshalb nicht prämiert.

Die Formulierung des Themas legt zugleich die Schwerpunkte fest: Gemeinsamkeit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Daraus folgt, dass die preiswürdigen Aktivitäten letztlich im Zusammenwirken von mehreren Personen erbracht werden müssen, so zum Beispiel durch Vereine, Initiativen oder Schulklassen.

Der Begriff der Nachhaltigkeit hat im Laufe der Jahrzehnte einen Wandel erfahren und wird heute mit fast allen Beziehungssystemen in Verbindung gebracht, in die Menschen eingebunden sind. Er wird im Sinne einer programmartigen Zielvorstellung verstanden, die jeweils eine optimal gestaltete und möglichst zeitlos gültige Verhaltensweise anstrebt, etwa in den Bereichen Umwelt, Ressourcen, Wirtschaft, Sozialwesen, Infrastruktur oder Energie. Die Ansprüche sind hoch und nicht leicht zu erfüllen. Ein weithin bekanntes Beispiel ist die Waldbewirtschaftung, wonach nur so viel Holz eingeschlagen werden darf, wie nachwächst. Als nicht nachhaltig ist hingegen der Verbrauch fossiler Energieträger eingestuft, da mit der wachsenden Freisetzung von Kohlendioxid bedrohliche Klimaveränderungen verbunden sind. Der Ersatz fossiler Ressourcen erfordert somit neue Lösungsansätze. Neben dem Ausschöpfen der Einsparungsmöglichkeiten sind regenerative Energiequellen zu erschließen und zur Erhaltung des Lebensstandards einzusetzen. Weil dabei gewohnte Denkmuster und Verhaltensweisen aufgegeben werden müssen und Eingriffe in andere Bereiche stattfinden, erhalten diese Dinge schnell politische Dimensionen.

Auf diesem Wege wird auch die Einstellung zur Zukunft beeinflusst. Die Erkenntnis, dass Rohstoffe nur begrenzt zur Verfügung stehen, dass ihr Verbrauch die Umwelt nachteilig verändert, lässt viele Menschen aufhorchen. Zunehmend wird der Konsum kurzlebiger Güter und deren sofortige Verfügbarkeit kritisch hinterfragt. Ist dies zukunftsverträglich und enkelgerecht? Die Zukunft wird als Trägerin von Bedrohungen gesehen, denen man durch Gegensteuern ausweichen müsse. Lösungsansätze bieten etwa die Kreislaufwirtschaft und lokale Produktion bei regionalem Verbrauch. Verschiedene Initiativen fördern gemeinschaftliches Engagement, Solidarität und Orientierung am Gemeinwohl. Manches wurde schon erreicht bei Rohstoff-Einsparung und effizientem Energie-Einsatz. Lobenswert sind Fortschritte im Naturschutz und zur Verbesserung der Umweltqualität. Viele Überlegungen kreisen um die Fertigung langlebiger Produkte und die künftige Mobilität. Es sollen sich also alle Gruppen aufgerufen fühlen, sich um den Umweltpreis zu bewerben, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, Energie zu sparen, das Klima zu schützen, Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen, Müll zu vermeiden oder Dinge und Prozesse zu entwickeln, die der Umwelt dienen.

Vor diesem Hintergrund rufen Landrat Manfred Michel und der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung engagierte Gruppen, Arbeitsgemeinschaften, Vereine und juristische Personen mit Umweltbezug, die ihren (Wohn)sitz im Landkreis Limburg haben und dort entsprechend tätig sind, zur Teilnahme auf. Die Bewerber dokumentieren ihre Aktivität oder das von ihnen betreute Projekt durch geeignete Unterlagen (Beschreibungen, Fotos etc.), die das Amt für den Ländlichen Raum, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Schloss Hadamar, Gymnasiumstraße 4,  65589 Hadamar, bis zum 31. Juli 2017 entgegen nimmt.