Die „Hessische Energiespar-Aktion“ präsentiert „Flechtwand aus der Bronzezeit“ im Rathaus Weilburg


Verena Nijssen, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Limburg-Weilburg, Ingo Kramer, stellvertretende Fachbereichsleitung im Rathaus der Stadt Weilburg, Bürger- und zentrale Dienste, Jürgen Kotz und Klaus Fey von der hessischen Energiesparaktion (von links) präsentieren die Flechtwand aus der Bronzezeit.

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ zeigt im Rathaus Weilburg, Mauerstraße 6/8, 35781 Weilburg, das Exponat „Flechtwand aus der Bronzezeit“ zu den gewohnten Öffnungszeiten im zweiten Untergeschoss, dieses ist vom Hintereingang des Rathauses (Glastür) aus gut erreichbar. Für interessierte Bürger liegt umfangreiches Informationsmaterial in Form von Broschüren und CD’ s zur kostenlosen Mitnahme im Servicebüro bereit. Das Exponat kann bis zum 30. Mai besichtigt werden.

Im hessischen Langenselbold hat die Kreisarchäologie Main-Kinzig unlängst eine abgebrannte Siedlung ausgegraben. Sie datiert aus der Bronzezeit vor 3.400 Jahren.  Schon damals waren die Wände gut gedämmt. „Mit der zehn Zentimeter dicken Grasfüllung ist der Wärmeschutz verblüffend gut. Der U-Wert liegt zwischen 0,5 und 1,0 W/(m²K). Diese Qualität wurde erst 1995 mit der damaligen Wärmeschutz-verordnung wieder erreicht“, so Klaus Fey von der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung begutachtete bereits im Februar die Flechtwand im Eingangsbereich des Kreishauses Limburg-Weilburg höchstpersönlich und bestätigt: „Dieses Exponat veranschaulicht, wie wichtig Wärmedämmung in Hessen schon seit Jahrtausenden ist. Wir wollen zeigen, dass wir heute einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, wenn wir unsere Häuser richtig dämmen.“ 

Die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Limburg-Weilburg, Verena Nijssen, macht darauf aufmerksam: „Seit der Bronzezeit hat sich der Wärmeschutz der Wände wieder verschlechtert. Erst Mitte der 90er Jahre kam der Übergang ins Energiesparzeitalter. Seither hat sich viel getan.“ 

Und wer mit Gras dämmen will, der findet nach 3.400 Jahren auch wieder Hersteller von Grasdämmstoff, industriell aufbereitet, versteht sich.

Ausführliche Informationen (u.a. ein Foto der Energiesparwand aus der Bronzezeit, einen Fachartikel sowie die U-Wertberechnung für die Wand) bietet die HESA-Homepage unter www.energiesparaktion.de, über die auch www.energieland.hessen.de, die „Energieseite“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, sowie der „Förderkompass Hessen“ mit allen aktuellen Förderangeboten direkt zu erreichen sind.

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.