Equal Pay Day 2017 am 18. März


Am 18. März wird zum zehnten Mal der Equal Pay Day bundesweit von einem Aktionsbündnis aus Wirtschaftsverbänden und Frauenorganisationen organisiert.

Der Equal Pay Day markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Aktuell sind das 78 Tage. Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten Unterschied bei der Bezahlung von Frauen und Männern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdienen Frauen 21% weniger als Männer und dies trotz gleicher Leistung.

Die hohe Differenz kommt, so die Leiterin des Arbeitskreises Frau und Beruf und Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff, auch zustande, weil Frauen oft im Pflege- und Erziehungsbereich tätig sind, und dies Berufe sind, die trotz ihrer immensen Bedeutung für die Gesellschaft, schlecht bezahlt werden.

Meist arbeiten Frauen in Teilzeit und 70% arbeiten im Niedriglohnsektor.

„In den letzten neun Jahren guter Öffentlichkeitsarbeit und transparenter Aufklärung über die Ungleichheiten ist  der Gender Pay Gap, also die Lohnlücke, in Deutschland gerade einmal von 23 % auf 21 % gesunken, nun heißt es politische Entscheidungen zu treffen, so die Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff. Einige strukturelle Veränderungen hat die Bundespolitik schon eingeleitet. Die Einführung einer Familienarbeitszeit, das Entgelttransparenzgesetz und das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit sind weitere wichtige Schritte, die die Lohnlücke verringern können“.

Unter dem Motto: Partnerschaftlichkeit bei der Aufteilung der Erwerbsarbeit und Familienarbeit wird beim diesjährigen Equal Pay Day auf den bundesweiten Veranstaltungen thematisiert werden.

Die Organisatorinnen, die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands und die Frauenbeauftragten des Landkreises und der Stadt Limburg laden gemeinsam zu einem frauenpolitischen Frühstück ins Kolpinghaus, nach Limburg ein. Am Samstag, den 18.März findet um 10:30 Uhr eine Vortragsveranstaltung statt. Die Referentin Dr. Jahnen, Düsseldorf wird Lösungen aufzeigen, wie der Weg zur Chancengleichheit für Frauen und Männer, gelingen kann. Was ist dafür notwendig und welche Arbeitszeitmodelle brauchen wir?