Landrat Manfred Michel überreicht Hans Werner Bruchmeier den Landesehrenbrief

Ein Ehrenamtler aus echter Überzeugung


Ehefrau Annelie, Tochter Aline-Tabea, Landrat Manfred Michel und der Weilburger Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (von links) freuten sich mit Hans Werner Bruchmeier (Mitte) über die Überreichung des Landesehrenbriefs.

„Diese Ehrung bedeutet nicht das Ende der ehrenamtlichen Karriere, sondern ist lediglich ein Zwischenzeugnis“, betonte Landrat Manfred Michel, als er Hans Werner Bruchmeier den Ehrenbrief des Landes Hessen im Rathaus in Weilburg überreichte. Der Rudersport und die Politik hätten eines gemeinsam: in beiden Bereichen benötige man Fleiß, eine Menge Energie und ganz viel Ausdauer, um letztendlich den gewünschten Erfolg zu erzielen, sagte der Landrat in seiner Laudatio. „Und all dies trifft auf Hans Werner Bruchmeier in ganz besonderem Maße zu“, so Michel. Bruchmeier habe sich in besonderer Weise um das Wohl der in Weilburg, im Landkreis Limburg-Weilburg und auch weit darüber hinaus lebenden Menschen verdient gemacht. Und die Überreichung des Landesehrenbriefes soll Ausdruck der öffentlichen Anerkennung dieses positiven und wirklich vorbildlichen Wirkens sein. Aber Hans Werner Bruchmeier habe auch ein Vorbild gehabt, und zwar seinen Vater Hans, auf dessen Initiative hin 1950 der Ruderverein Weilburg nach dem Krieg wieder neu ins Leben gerufen wurde. Ab 1970 war er vier Jahrzehnte lang Vorsitzender und übergab dann direkt an seinen Sohn.

Wer an Hans-Werner Bruchmeier denke, der denke in erste Linie an sein Engagement für eben jenen Ruderverein. Er ist am 1. Januar 1961 in den Verein eingetreten, seit 1975 ist er dort als Trainer verantwortlich für zahllose Erfolge seiner Schützlinge. Seit 2010 leitet er die Geschicke als Vorsitzender.

Als aktiver Ruderer habe er sogar einmal einen dritten Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Essen im Doppelzweier errungen. Auch als Trainer zeichnete er verantwortlich für mehrere Titelgewinne von Weilburger Athletinnen und Athleten bei den Deutschen Jugendtitelkämpfen, war über ein Vierteljahrhundert auch als Organisator von Trainingslagern für den Hessischen Ruderverband aktiv.

„Aber Bruchmeier ist auch ein Kommunalpolitiker“, sagte Landrat Manfred Michel. Von 1982 bis 1989 war er für die FDP Mitglied des Weilburger Ortsbeirates und als Stadtverordneter von 1992 bis 1997 aktiv. Seit 1998 sitzt er im Stadtparlament und ist im Ortsbeirat von Ahausen aktiv, dessen Ortsvorsteher er seit 2006 ist. Ahausen ist seit 1988 auch sein Wohnort. Seit 2016 ist er auch in der Kreispolitik mit von der Partie; seit April ist Bruchmeier Kreistagsabgeordneter und Mitglied im Ausschuss für Jugend, Schule und Bau. Für dieses umfangreiche politische Engagement auf ehrenamtlicher Ebene wurde er bereits zwei Mal ausgezeichnet. Bruchmeier sei aber auch Lehrer aus Passion am Philippinum in Weilburg, und zwar mit dem Schwerpunkt Rudern, betonte der Landrat.

„Hans Werner Bruchmeier aber ist neben diesen enorm umfangreichen und zeitintensiven beruflichen und insbesondere auch ehrenamtlichen Tätigkeiten immer auch ein Familienmensch gewesen“, hob Manfred Michel hervor. Ehefrau Annelie und Tochter Aline-Tabea hätten oft auf den Ehemann und Papa verzichten müssen, deshalb gehöre den beiden auch ein beträchtlicher Teil des Landesehrenbriefes.

An Silvester feiert Hans Werner Bruchmeier seinen 65. Geburtstag, aber schon heute könne er mit Stolz darauf zurückblicken, was er familiär, beruflich, aber insbesondere auch auf ehrenamtlicher Ebene geleistet habe. „Man macht das, weil man von der Sache überzeugt ist und denkt dabei nicht an eine Auszeichnung“, so Bruchmeier. Obwohl eine solche Ehrung gut tue. Im Ehrenamt und im Sport gebe es viele wichtige kleine Momente. „Ich verspreche, so weiterzumachen. Es ist wichtig, hinterher sagen zu können, dass man etwas zur Gesellschaft beigetragen hat“, sagte der Geehrte.