Landkreis bleibt ein weiteres Jahr „Modellregion“

Landrat Manfred Michel freut sich über Zuwendungsbescheid


Landrat Manfred Michel freut sich mit Jan Kieserg, Miriam Freund und Andreas Börner (von rechts), dass der Landkreis Limburg-Weilburg ein weiteres Jahr „Modellregion Inklusion“ des Landes Hessen ist.

Der Landkreis Limburg-Weilburg ist ein weiteres Jahr „Modellregion Inklusion“ des Landes Hessen. Landrat Manfred Michel freute sich über den entsprechenden Bescheid, der vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration erstellt wurde und nun bei der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg eingetroffen ist. „Ich betrachte die seitens des Ministeriums gewährte Verlängerung mit der entsprechenden finanziellen Förderung als Beleg für die in diesem Bereich geleistete, gute Arbeit“, so Landrat Michel. Im Landkreis Limburg-Weilburg leben etwa 20.000 Menschen mit Behinderungen körperlicher oder geistiger Natur.

Die von den Vereinten Nationen entwickelte UN-Behindertenrechtskonvention fordert Inklusion in allen Lebensbereichen wie beispielsweise Bildung, Arbeit, Wohnen und Gesundheit. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und den Kommunen zum Abbau noch vorhandener Barrieren für Menschen mit Behinderungen wird mit dieser Verlängerung fortgesetzt und noch einmal deutlich erweitert. Die insgesamt 15 hessischen Modellregionen erproben eine Vielzahl von Aspekten und zeigen damit auch die Vielfältigkeit des Themas der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auf. „Inzwischen gibt es im Landkreis Limburg-Weilburg auch einen Aktionsplan Inklusion, der Handlungsempfehlungen für den Umgang zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen enthält“, betont Landrat Manfred Michel.

Die Modellregion des Landkreises Limburg-Weilburg, die gemeinsam mit dem Katholischen Kirchenbezirk Limburg sowie den beiden Evangelischen Dekanaten Runkel und Weilburg betrieben wird, läuft unter dem Titel „Kirchen und Inklusion“. Ziel des Projektes ist es, durch intensive Netzwerkarbeit mit den unterschiedlichsten Organisationen wie beispielsweise Kirchengemeinden oder Selbsthilfegruppen das Bewusstsein für Inklusion zu stärken und Barrieren in den Köpfen der Menschen einzureißen. Denn leider haben noch immer viele Nichtbehinderte Berührungsängste mit beeinträchtigten Menschen. „Diese Ängste zu beseitigen, daran wollen wir in den kommenden zwölf Monaten weiter intensiv arbeiten“, so Landrat Michel, der den Bescheid gemeinsam mit Miriam Freund, Andreas Börner und Jan Kieserg präsentierte, die den Landkreis in der Lenkungsgruppe dieser Modellregion gemeinsam mit Projektleiterin Sabine Jost-Schmitt, dem katholischen Bezirksreferenten Dr. Georg Poell, den beiden Dekanen Manfred Pollex (Runkel) und Ulrich Reichard (Weilburg) sowie Pfarrer Joachim Naurath aus dem Dekanat Runkel vertreten.