„Jugend stärken im Quartier“ – Limburg-Weilburg nimmt an Modellprogramm teil

Der Landkreis engagiert sich noch stärker in der Jugendsozialarbeit


Der Landkreis Limburg-Weilburg ist in das Förderprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ aufgenommen worden, darauf hat Landrat Manfred Michel hingewiesen. Die Projektpartner „Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung mbH (GAB) und das „Amt für Jugend, Schule und Familie“ verfolgen damit das Ziel, junge Menschen noch besser zu unterstützen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Hilfe angewiesen sind. Sie sollen im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Unterstützung erhalten, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern. Die Zielgruppe für das Projekt umfasst ausschließlich junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren, mit und ohne Migrationshintergrund, die in der Kernstadt Limburg leben.

Aufgenommen wurde der Landkreis durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird.

Das Modellprogramm wird seit Jahresbeginn zunächst für vier Jahre in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen von 185 Kommunen in 15 Bundesländern umgesetzt. Dafür stehen bundesweit rund 115 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 5 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Die Gesamtausgaben des Landkreises belaufen sich dabei auf rund 330.000 Euro.

Das ressortübergreifende ESF?Vorhaben unterstützt junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf und setzt dabei Methoden der aufsuchenden Arbeit, individuelle Beratung und Einzelfallhilfe (Jugendsozialarbeit) ein. Ziel ist, mit den jungen Menschen Hürden auf dem Weg Richtung Ausbildung und Arbeit zu überwinden und ihnen eine schulische, berufliche und soziale Integration zu ermöglichen.

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig: „Mit dem Programm holen wir Jugendliche zurück in die Mitte der Gesellschaft und vermeiden somit, dass sich soziale Probleme in bestimmten Stadtteilen zuspitzen. Wir helfen jungen Menschen, die den Übergang in die Arbeitswelt aus eigener Kraft oder mit den Standardinstrumenten der Arbeitsmarktpolitik nicht meistern, weil sie zum Beispiel aus schwierigen familiären Verhältnissen stammen oder vor anderen Herausforderungen stehen. Fachkräfte der Jugendsozialarbeit unterstützen sie, individuelle Hürden auf dem Weg zu überwinden, damit sie eine neue Perspektive für die Zukunft gewinnen.“

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Wir bündeln die Ressourcen für benachteiligte Jugendliche und für problematische Stadt?und Ortsteile, insbesondere auch für die Gebiete unseres Städtebauförderungsprogrammes ‚Soziale Stadt‘. Projekte wie die Organisation interkultureller Nachbarschaftsfeste oder das Anlegen eines Gemeinschaftsgartens auf einer Brachfläche stärken nicht nur die Kompetenzen der Jugendlichen, sondern auch das soziale Wohnumfeld und die Nachbarschaften vor Ort. ‚JUGEND STÄRKEN im Quartier‘ ist somit ein wichtiger Beitrag der Bundesregierung für eine fachübergreifende, integrierte, soziale Stadtentwicklung.“

Als Ansprechpartner und Projektkoordinatoren geben Jana Kluge (06431/296 438) und Christian Stokuca (06431/296 759), vom Amt für Jugend, Schule und Familie, gern weitere Auskünfte. Weiterführende Informationen zum Programm finden sich auch unter www.jugendstaerken.de