Landrat Michel: „Schulsozialarbeit wird im Landkreis weiter ausgebaut!“


Für die Schulsozialarbeit in Mengerskirchen übergab Landrat Manfred Michel (2. von rechts) 25.545 Euro an Sozialarbeiterin Rita Ebenig-Kraut (Mitte). Mit ihr freuten sich Andreas Muth (links) und Astrid Roos (rechts) vom Fachdienst Jugendförderung und Bürgermeister Thomas Scholz.

Limburg-Weilburg. – Die Schulsozialarbeit im Landkreis Limburg-Weilburg wird weiter ausgebaut. Die Zahl der in der Schulsozialarbeit tätigen Fachkräfte soll von zwölf auf 20 erhöht werden. Die Verbesserung wird möglich, da der Bund über das Bildungs- und Teilhabepaket Geld bereitstellt, teilte Landrat Manfred Michel mit.

Durch diese Förderung können die bereits bestehenden Standorte ausgebaut und die Schulsozialarbeit auf weitere Standorte ausgedehnt werden. Möglicherweise werde der Bund das zunächst bis 2013 befristete Projekt darüber hinaus fortsetzen, meinte Michel. Wenn nicht, werde der Landkreis aus Mittel des Sale-and-Lease-back.Vertrages weitere 600.000 Euro bereitstellen. Damit sei die Schulsozialarbeit bis 2017 gesichert, hob der Landrat hervor.

„Die Steigerung sieht in Zahlen folgendermaßen aus“, erläuterte der Landrat. „Im vergangenen Jahr wurden 210.000 Euro vom Landkreis für die Schulsozialarbeit bereitgestellt. Im laufenden Jahr werden es 680.000 Euro sein und für 2013 streben wir 730.000 Euro an“.

Bisher wird Schulsozialarbeit an den Schulstandorten Limburg, Weilburg, Hadamar, Brechen, Elz, Bad Camberg, Hünfelden, Runkel, Selters, Weilmünster und Löhnberg angeboten. Aufgrund der Verbesserung der finanziellen Förderung wird in Weilburg, Limburg, Hadamar und Hünfelden sowie Weilmünster und Bad Camberg eine Ausweitung der Schulsozialarbeit angestrebt. Gemeinden, die nun erstmals hauptamtlich sozialpädagogische Fachkräfte in der Schulsozialarbeit einsetzen möchten, werde eine analoge Förderung angeboten, so Michel. Der Marktflecken Mengerskirchen erhält rückwirkend 25.500 Euro für das Jahr 2011 aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Landrat Manfred Michel überreichte einen entsprechenden Scheck an Bürgermeister Thomas Scholz.

Mengerskirchen stellt seit Mai 2010 50 % einer Vollzeitstelle für die Schulsozialarbeit im Markflecken zur Verfügung; die Aufgaben werden von Rita Ebenig-Kraut wahrgenommen, die sowohl Aufgaben der Schulsozialarbeit an der Franz-Leuninger-Schule als auch an der Westerwaldschule umsetzt.

Dornburg hat bereits signalisiert, dass sie in die Schulsozialarbeit einsteigen möchte. Auch in den Gemeinden Villmar, Waldbrunn und Merenberg würden derzeit Überlegungen angestellt.

Michel sieht die Schulsozialarbeit als überaus erforderlich an. Im Zuge der sich ständig verändernden gesellschaftlichen Bedingungen, kämen auf die Pädagogen immer mehr Aufgaben zu, die sie nicht alleine bewältigen könnten. Auch die Ganztagsschulen verlangten nach einer vernünftigen Beschäftigung der jungen Menschen über den reinen Unterricht hinaus. In Sachen Schulsozialarbeit sei der Landkreis Limburg-Weilburg ein Vorreiter gewesen und habe die Förderung übernommen, nachdem das Land Hessen vor einigen Jahren aus der Finanzierung ausgestiegen sei, betonte der Landrat.