Jahrbuch 2015: Heimatkunde auf 352 Seiten – Schwerpunkte: Kreiszusammenschluss und Weltkriege

Limburg-Weilburg. -  Das Kreisjahrbuch feiert Jubiläum. Landrat Manfred Michel stellte beim Heimatkundlertreffen in der Eichelberghalle Aumenau die 25. Ausgabe vor. 1991 wurde das erste Jahrbuch publiziert. Damals noch unter der Federführung des mittlerweile verstorbenen Oberstudienrates Wolfgang Schoppet. Das erste Jahrbuch aus dem Jahr 1991 umfasste 190 Seiten. 29 Autoren waren damals beteiligt und hatten 32 Artikel verfasst.

In der Jubiläumsausgabe in diesem Jahr sind fast 100 Beiträge auf 352 Seiten enthalten, an denen 82 Autoren mitgearbeitet haben. „Eine Entwicklung, die sich sehen lassen kann und auf die wir ein wenig stolz sein können“, sagte der Landrat.

Michel bedankte sich beim Rekom-Verlag aus Wetzlar, bei dem alle 25 Bände „in bewährter Zusammenarbeit herausgegeben wurden“ sowie beim Satzstudio Heike Wetzling aus Winkels, das für Satz, Text- und Fotogestaltung zuständig war. Ebenso dankte er Dr. Marie-Luise Crone, die im Juli ihren Dienst als Kreisheimatpflegerin beendet hat und in Rente gegangen ist.

 

40 Jahre Landkreis Limburg-Weilburg

 

Michel verwies auf einige Jubiläen, denen sich das neue Kreisjahrbuch annimmt. So sind 40 Jahre seit dem Zusammenschluss der Alt-Kreise Limburg und Oberlahn zum Landkreis Limburg-Weilburg vergangen und 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges. „In der Tat hat sich der Landkreis Limburg-Weilburg 40 Jahre nach seiner Fusion aus den Altkreisen Limburg und Oberlahn zu einem Erfolgsmodell entwickelt, das eine überdurchschnittlich gute Wirtschafts- und Sozialstruktur aufweist“, stellte Michel fest und verwies auf eine umfangreiche Extra-Rubrik im 2015er Jahrbuch. Unter anderem geht ein Beitrag der Frage nach, wie vor vier Jahrzehnten das Zusammenwachsen der beiden Landkreise begann und wie sich der Landkreis Limburg-Weilburg entwickelt hat. Die Redaktion blickt auch auf den Parlamentarischen Abend zum 40-jährigen Jubiläum des Landkreises vom 18. Juli 2014 im Bürgerhaus in Schupbach zurück.

Zudem sind in dem neuen Band Interviews mit drei Zeitzeugen (Kurt Leuninger, Robert Becker und Walter Gerhard) des Kreiszusammenschlusses enthalten. Eine Bilderstrecke zeigt auf mehreren Seiten, wie es Mitte der 70er Jahre im damals neuen Landkreis Limburg-Weilburg ausgesehen hat. Die Fotos haben die Journalisten Dieter Fluck und Bernd Lormann, das Stadtarchiv Limburg und die Medienstelle des Landkreises beigesteuert.

 

Zeitzeugen berichten über das Kriegsende 1945

 

Ein weiterer Themenkomplex ist dem Ende des Zweiten Weltkriegs gewidmet. Mit dem Vormarsch der Alliierten rückte das Ende des Krieges damals immer näher. So auch in der Region Limburg-Weilburg. Zeitzeugen berichten im Jahrbuch anschaulich, wie die Menschen das Kriegsende und das Eintreffen der Besatzer hier erlebten oder wie es ihnen in der Fremde als Kriegsgefangene erging. Walter Rudersdorf, Eugen Caspary, Hermann Bellinger, Robert Becker, Gerhard Eller, Klaus Hinrichs, Reinhold Laux, Arnold Strieder und Senta Seip haben spannende und ansprechende Augenzeugenberichte geschrieben.

 

Darüber hinaus befinden sich die Rubriken Kunst und Kultur, Umwelt, Natur und Technik, Menschen, Zeitgeschehen sowie Erzähltes und Unterhaltung ihren Platz in dieser bunten Sammlung aus unserer Heimat. So ist zum Beispiel nachzulesen, dass Deutschlands größte Damast-Schmiede im Landkreis Limburg-Weilburg beheimatet ist. Franz-Karl Nieder beschäftigt sich mit Hexenverbrennungen und über einen Großbrand in Lahr vor 225 Jahren berichten Alfons Becher und Helmut Keul. Zudem werden auch medizinische, soziale und integrative Projekte im Landkreis vorgestellt.

 

Ebenso das laut Aussage des Landrates „beispielhafte interkommunale Breitbandkonzept im Landkreis“.  „Schon 2016 werden alle Haushalte das schnelle Internet im Landkreis nutzen können.“ Auch dies könne „mit Stolz als geschichtsträchtiges Ereignis“ angesehen werden, sagte Landrat Michel. 50 Jahre Lebenshilfe sowie 25 Jahre Mütterzentrum Limburg finden ebenfalls Erwähnung. Michel dankte allen Autoren sowie dem Redaktionsteam des Jahrbuchs: „Sie alle haben wieder mit viel Herzblut und Akribie ein tolles, lesenswertes Buch geschrieben und zusammengestellt.“ Michel würdigte auch die Inserenten, die seit 25 Jahren entscheidend zur Finanzierung des Buches beitrügen.

 

Das neue Jahrbuch kostet 8,90 Euro und kann bei der Kreisverwaltung Limburg-

Weilburg in der Geschäftsstelle der NNP in Limburg sowie in Buchhandlungen erworben werden.