Der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus ist online!

Der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus ist online! Ab sofort können Interessierte sich über die vielfältigen Angebote des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus auf der neuen Internetseite unter der Webadresse www.geopark-wlt.de informieren. Die Internetseite ist themen- und erlebnisorientiert gegliedert und ermöglicht dem Besucher eine schnelle Orientierung über die vielfältigen Angebote, die der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus für sie bereithält. Mit dieser Internetseite ist die Geschäftsstelle ihrem Auftrag, die geologischen und bergbauhistorischen Besonderheiten der Region für die Besucher erlebbar zu machen, einen großen Schritt näher gekommen.

Weitere Informationen finden Sie hier www.geopark-wlt.de und hier www.mobileslandschaftsmuseum.de/geopark

Geopark

Fünf Landkreise einigen sich auf gemeinsames Handeln
Limburg-Weilburg. - Am 1. April 2010 fällt der offizielle Startschuss für den Geopark Wes-terwald-Lahn-Taunus. Amtlich besiegelt haben dies die fünf Landräte der Kreise Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Rhein-Lahn, Westerwald und Altenkirchen am vergangenen Mittwoch in Limburg. Die Landräte Wolfgang Schuster (LDK), Günter Kern (RLK), Achim Schwickert (WW), Michael Lieber (AK) und Manfred Michel (LM) wollen gemeinsam neue Potentiale erschließen und vermarkten, um dadurch die touristische Attraktivität zu erhöhen und aktive Wirtschaftsförderung für die Region zu betreiben.

Die Meßlatte für die Zukunft liegt hoch: Im ersten Schritt wird eine Zertifizierung als Nationaler Geopark und möglichst auch als Internationaler Geopark angestrebt. Langfristig will man auf das Label als UNESCO-Geopark hinarbeiten. Bei erfolgreicher Anerkennung bedeutet das: Diese Landschaft ist geowissenschaftlich-archäologisch, historisch und kulturell überregional bedeutsam.

Wie aus einer Idee Wirklichkeit wird, beinhaltet das vorliegende Umsetzungskonzept, das mit finanzieller Unterstützung der betroffenen Bundesländer, der beteiligten Landkreise sowie des Naturparks Lahn-Dill-Bergland erstellt wurde. Das Institut für Organisations-kommunikation (IFOK) aus Bensheim hat darin Möglichkeiten aufgezeigt, den Blick in die Erdgeschichte erlebbar zu machen. Neue Wege der Zusammenarbeit, die Themen Erlebnispädagogik, Geotage für Familien und Geopark-Führungen spannend und lebendig zu gestalten, sollen beschritten werden. Das funktioniert nur mit dem Engagement von Wirt-schaft, Kommunen, Kreisen, Wissenschaft, Bildungsträgern sowie lokaler Akti-onsgruppen und engagierten Privatpersonen. Ein hoher Anspruch an die Qualität steht dabei im Vordergrund.

Eine Geschäftsstelle, in der alle Fäden zusammen laufen, ist in Planung und wird gemeinschaftlich von den beiden Städten Braunfels und Weilburg organisiert. Die Städte werden sich für die Umsetzung dieser Aufgabe ihrer Marketingorganisationen bedienen. Die Landräte haben zu den Aufgaben einer Geschäftstelle bereits konkrete Vorstellungen: Geoerlebnistage, Umweltbildungsangebote für Kinder und Erwachsene, themenspezifische Wanderung, Ausflüge und Exkursionen, Geopark-Führungen, Bergbaulehrpfade, thematische Rundrouten, Geowanderpfade, Geotrails (Mountain-Bike), Pauschalangebote müssen entwickelt werden. Weiterhin wird von dort aus zu-künftig eng mit den zehn Geopark-Infozentren (Bergbaumuseum Bad Ems, Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen, Landschaftsmuseum Westerwald, Besucherbergwerk Grube Fortuna, Breitscheider Herbstlabyrinth, Keramikmuseum Westerwald, Kubacher Kristallhöhle, Lahn-Marmor-Museum Villmar, Loreley-Besucherzentrum und Stöffel-Park im Westerwald), den Ansprechpartnern der Landkreise sowie anderen wichtigen Akteuren zusammengearbeitet. Die Infozentren sind mit Ausstellungen und Erlebnisprogrammen rund um den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus zentrale Anlaufstellen. Sie vertreten als thematische Eingangstore jeweils ein Schwerpunktthema aus dem Bereich Marmor, Basalt, Ton oder Erze. Die Einbindung in das Netz der zertifizierten Wanderwege (Rheinsteig, Westerwaldsteig, Lahn-Dill-Berglandpfad und Lahnwanderweg) wird erfolgen.

Was ist ein Geopark?

Weltweit werden Gebiete, die ein besonderes geologisches und kulturhistorisches Erbe besitzen, als Geoparks ausgewiesen. Geoparks sind keine neue Schutzkategorie, sondern Gebiete, die besondere Einblicke in die Erdgeschichte, die Kultur und das Handwerk einer Region bieten.

...lebendige Erde im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus erleben
Kalk, Marmor, Basalt, Ton und Eisenerz prägen die Region Westerwald-Lahn-Taunus und ihre Geschichte als Montanrevier mit vielfältigen Nutzungen der Bodenschätze. Die Lahn verbindet Westerwald und Taunus. Sie stellte insbesondere im 19. Jahrhundert ein wichtiges Transportmedium für Erze, Steine und Holz dar. Der Abbau von Bodenschätzen in Westerwald und Taunus macht es heute an vielen Stellen möglich, tiefe Einblicke in die Erdgeschichte zu nehmen. Einst lag das Gebiet des zukünftigen Geoparks inmitten eines riesigen Meeresbeckens, aus dem große Vulkane emporwuchsen.

Geopark Westerwald-Lahn-Taunus soll touristische Attraktivität erhöhen und regionale Identität stärken

Die Vorbereitungsphase für den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus ist nun abgeschlossen, der offizielle Startschuss 1. April gefallen.

Bereits am heutigen Freitag wird die offizielle Vereinbarung zur Gründung der Geopark-Geschäftsstelle, zwischen dem Lahn-Dill-Kreis als Vertreter der fünf beteiligten Landkreise und den Städten Weilburg und Braunfels unterzeichnet.  

Der Unterstützung des Bürgermeisters Herrn Hans-Peter Schick aus Weilburg sowie der Verwaltungsspitze des Lahn-Dill-Kreises und des Landrats des Landkreises Limburg-Weilburg Manfred Michel ist es zu verdanken, dass die beiden Städte Weilburg und Braunfels beauftragt wurden, die Geschäftsstelle zu übernehmen. Bisher wurden die Fäden durch die Abteilungen für den Ländlichen Raum im Lahn-Dill-Kreis und im Kreis Limburg-Weilburg zusammen gehalten.

Seit dem 1. April wird die Geschäftsstelle offiziell in Weilburg, in Zusammenarbeit mit Braunfels, geführt. Weilburg und Braunfels liegen zentral im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus und haben durch ihre ausgeprägte geologische Basis von Marmor, Schiefer, Basalt und Eisenerz eine besondere erdgeschichtliche Bedeutung.

Von dort aus wird zukünftig eng mit den Geopark-Infozentren und den fünf beteiligten Landkreisen, dem Landkreis Altenkirchen, dem Lahn-Dill-Kreis, dem Landkreis Limburg-Weilburg, dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Westerwaldkreis, zusammengearbeitet.

Das Ziel für die nächsten Jahre soll die Zertifizierung als Nationaler Geopark sein. Eine solche Anerkennung zeichnet die geowissenschaftlich-archäologische, historische und kulturelle Bedeutung einer solchen Landschaft im überregionalen Kontext aus. Als Leitfaden für die Arbeit gilt das Geopark-Entwicklungskonzept des Instituts für Organisationskommunikation (IFOK).  Unter Einbindung der Leistungsträger sollen attraktive, buchbare Angebote für Touristen und interessierte Bürger entwickelt werden. Dabei gelten die Geopark-Infozentren vor Ort mit Ausstellungen und Erlebnisprogrammen rund um das Thema Geopark als zentrale Anlaufstellen für die Besucher. Darüber hinaus werden geologische Infopunkte und so genannte Geopfade – Themenwege mit geologischem Hintergrund – in ein umfangreiches Netzwerk eingebunden.

Durch den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus werden neue Potenziale erschlossen und kombiniert, um dadurch die touristische Attraktivität der Regionen zu erhöhen und die regionale Identität zu stärken.

Der Verknüpfung von geologischen mit kult(o)uristischen Potenzialen wird bei der künftigen Arbeit besondere Aufmerksamkeit zuteil werden.