Hessen als BHV1-freie Region anerkannt

Hessen ist als BHV1-freie Region anerkannt: die Sanierung der Rinderbestände von „Bovinen Herpesvirus Typ 1“ wurde erfolgreich abgeschlossen
 
Nach vielen Jahren intensiver Bemühungen ist in Hessen die Sanierung der Rinderbestände vom „Bovinen Herpesvirus Typ 1" (BHV1), auch Rinderherpes genannt, nun erfolgreich abgeschlossen. Die EU-Kommission hat Hessen als BHV1-freie Region anerkannt. Mit der Bekanntmachung dieser Anerkennung im Bundesanzeiger vom 17. Dezember 2015 gilt Hessen nun offiziell als BHV1-frei. Der so genannte „Artikel 10-Status“ (Artikel 10 der Richtlinie 64/432/EWG) ist damit erreicht.

Das Verbringen von Rindern innerhalb freier Gebiete und zwischen freien Gebieten wird dadurch deutlich erleichtert.

Als BHV1-freie Gebiete anerkannt sind bislang in Deutschland folgende Bundesländer:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, und Thüringen.

In der EU haben bisher Dänemark, Österreich, Finnland, Schweden und die Provinz Bozen in Italien den Status „BHV1-frei".

Tiere, die aus nicht anerkannten Gebieten nun nach Hessen verbracht werden, müssen ab sofort zusätzliche Anforderungen erfüllen.  Diese Rinder müssen im Herkunftsgebiet in Quarantäne gehalten, dort auf die BHV1-Infektion untersucht werden und dürfen nicht geimpft sein. Das Verbringen nach Hessen darf nur mit den entsprechenden amtstierärztlichen Bescheinigungen erfolgen. Schlachtrinder können ohne den Status „BHV1-frei" nur noch dann nach Hessen verbracht werden, wenn sie unmittelbar zum Schlachthof kommen.

Diese Regelungen gelten ausnahmslos und betreffen somit auch insbesondere den Tierverkehr zwischen dem Landkreis Limburg-Weilburg, als anerkannte Region und den angrenzenden Gebieten in Rheinland-Pfalz, das noch nicht als BHV1-freie Region anerkannt ist.

Weitere Informationen zur genauen Vorgehensweise für das Verbringen von Rindern können Sie dem Merkblatt entnehmen. Die Leiterin des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz Frau Dr.Herfen und ihre Mitarbeiter/innen stehen Ihnen bei Fragen gerne auch telefonisch zur Verfügung (06431 296-5869).